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Gute Nachricht: Wasserpreis bleibt auch 2017 stabil

Gute Nachricht: Wasserpreis bleibt auch 2017 stabil

Alles wird teurer? Für Wittlichs Wasserpreise gilt das nicht. Auch im neuen Jahr kalkulieren die Stadtwerke mit den Vorjahresgebühren. Eine Langzeitbilanz zeigt: Die Zahlen punkten mit Konstanz und kaum Erhöhungen. Und im Vergleich mit den Nachbar-Verbandsgemeinden steht Wittlich als preiswertester Versorger da.

Wittlich. Einwandfreie Trinkwasserqualität beziehen die Wittlicher von den Stadtwerken. Dafür geben die Säubrenner gemeinsam mit den Großabnehmern wie Dr. Oetker und Schlachthof Simon rund 2,3 Millionen Euro im Jahr aus.
Das klingt auf einen Schlag nach viel, ist aber vergleichsweise wenig: 1, 56 Euro plus Mehrwertsteuer kostet nämlich in Wittlich der Kubikmeter, und es bleibt dabei.
Immerhin sind ein Kubikmeter 1000 Liter. Da es sich um geprüftes Trinkwasser handelt, kann man einmal umrechnen auf Sprudelkisten-Größe, gefüllt mit zwölf Flaschen zu 0,7 Liter Inhalt. Demnach bekäme man von den Stadtwerken 119 Sprudelkisten frei Haus für 1,56 Euro! Das Leitungsnetz für die Lieferung an die fast 5000 Wittlicher Hausanschlüsse ist dafür übrigens rund 121 000 Meter lang.
Aber naturgemäß wird ja nur ein minimaler Bruchteil tatsächlich getrunken: Das meiste brauchen wir für waschen, Toilettengang, putzen, duschen, kochen, gießen und so weiter.
160 Euro Differenz


Im kommenden Jahr wollen die Stadtwerke für all das immerhin 1,536 Millionen Kubikmeter für denselben Preis wie bisher verkaufen.
Ebenso stabil ist die Schmutzwassergebühr von 1,90 Euro je Kubikmeter. Um einen Cent niedriger als in diesem Jahr soll der Preis für das Niederschlagswasser je Quadratmeter mit künftig 0,21 Euro ab 2017 sein. Erhöht wird allein die Gebühr für Fäkalschlammbeseitigung auf 15,53 Euro je Kubikmeter Schlamm. 2016 waren es noch 15,31 Euro. Diese Zahlen sind nun auch vom Stadtrat beschlossene Sache. Vorgelegt und kurz erläutert hat sie Stadtwerkechef Lothar Schaefer.
Angesichts der guten Nachrichten ist er zu Scherzen aufgelegt: "So gesehen liegen wir mit unseren Preisen deutschlandweit im Vergleich in der unteren Hälfte des unteren Drittels. Für Mathematiker ist es das unterste Sechstel."
Viel gerechnet wurde allemal. So gab es auch eine Übersicht, wie Wittlich denn im Vergleich mit dem Umland in Sachen Wassergebühren dasteht. Dabei schickte Schaefer voran: "Man muss dabei natürlich aufpassen, denn wir haben keinen wiederkehrenden Beitrag, sondern allein den Preis für den Kubikmeter. Und man muss auch fair bleiben, andere haben mehr Leitungslänge, kaum Gewerbekunden und eine andere Anschlussdichte." Doch bei den Zahlen, die Lothar Schaefer dem Stadtrat vorgelegt hat, schneidet Wittlich am besten ab.
Umgerechnet und verglichen wurde, was ein durchschnittlicher Drei-Personen-Haushalt mit einem 600 Quadratmeter großen Grundstück bei einem Jahresverbrauch von 80 Kubikmeter Wasser zahlen muss: In Wittlich wären es 335,94 Euro im Jahr, gefolgt von den Verbandsgemeinden (die ehemaligen sind noch mitaufgeführt und abgekürzt in Klammern vermerkt): Traben-Trarbach 394,97 Euro, Bernkastel-Kues 412,40, Wittlich-Land 436,13 Euro,Wittlich-Land (Manderscheid) 452,12 Euro, Bernkastel-Kues (Neumagen-Dhron) 463,28 Euro und Traben-Trarbach (Kröv-Bausendorf) 496,16 Euro. Das sind 160 Euro mehr als in Wittlich.
Es gab noch weiter gute Nachrichten: Auch im Bereich Friedhofswesen wird man keine Erhöhungen fordern müssen, und für die Straßenreinigung gilt weiter die Gebühr von 1,90 Euro. sos