Gute Stimmung am Nationalparktor am Hunsrückhaus

Weihnachtsmärkte : Gute Stimmung am Nationalparktor

Zwei Tage weihnachtete und stürmte es am Erbeskopf beim traditionellen Weihnachtsmarkt am Hunsrückhaus. Von den Besuchern gab es viel positive Resonanz. Allerdings fehlten einige Aussteller.

Der Weihnachtsmarkt am Erbeskopf ist bekannt für hochwertige Handarbeiten und Kunsthandwerk. Und das lockte, trotz des vorhergesagten stürmischen Wetters, auch dieses Mal die Besucher. Sie schauten sich um in Zelten, an Holzhütten und im Hunsrückhausum. Dessen Ausstellungsfläche ist wegen der sich ans Foyer anschließenden Gastronomie zwar begrenzt. Doch für empfindliche Ware wie Gemälde von Ursula Stimmler oder Kuscheliges von Eva Wagner aus Wirschweiler, die Wolle von Schafen, Kaschmirziegen und Alpakas verspinnt, reichte der Platz.

Im Freien angeboten wurden stimmungsvolle Leuchten, Recycling-Wichtel, Weinkorken-Rentiere als Christbaumschmuck und Kettensägekunst. Darunter Tannenbäume, Greifvögel und Scrat, das Ice-Age-Film-Eichhörnchen. Die regionalen Aussteller beeindruckten mit Können, Kreativität und guter Laune. Anderswo stellten sie ja auch im Freien aus, sah Anja Thömmes aus Lückenburg den begrenzten Platz im Hunsrückhaus gelassen.

Anke und Frank Flick aus Hoppstädten-Weiersbach wollten ihre Bommelmützen ohnehin lieber draußen zeigen, wo Besucher sie eher anprobierten. Problematisch sei nur der Wind, weshalb sie sich ein spezielles Zelt kauften. Sarah Pfeiffer und Tanja Gottardini aus Hoxel haben nur ein leichtes Zelt und hoffen daher für künftige Märkte am Erbeskopf auf mehr Holzhütten, was auch schöner wäre für die Atmosphäre.

Treue Besucher lieben den Markt aber auch so. Ursula und Dieter Massarski aus Horbruch kommen ebenso seit vielen Jahr her wie Edwin Jakobs aus Idar-Oberstein. Und alle erwarben schon viele schöne Dinge dort – vom edlen Holzteller bis zu Postkarten mit Miniatur-Gemälden.

Die positive Resonanz ist laut Stimmler auch dem Veranstalter zu danken, dem Zweckverband „Wintersport-, Natur- und Umweltbildungsstätte Erbeskopf“ der Verbandsgemeinde (VG) Thalfang.

Das Team sei „wirklich in Ordnung“, lobte die Malerin, die von Anfang an dabei ist. Désirée Paul, Counter-Fachkraft im Hunsrückhaus, freute sich daher über das bei Ausstellern überwiegende „positive Feedback“ zum aktuellen Konzept des Marktes am kürzlich vom Land übernommenen Hunsrückhaus.

Die Aussteller akzeptierten, dass sich drinnen nur wenige neben Angeboten wie Kinderschminken präsentierten könnten, betonte auch Daniel Thiel, Leiter der Tourismus-Info der Verbandsgemeinde Thalfang.

Nikolaus Fedick aus Höchstberg bei Ulmen war zum dritten Mal beim Weihnachtsmarkt am Erbeskopf dabei. Foto: Ursula Schmieder

Dennoch seien laut Thiel dieses Mal nur etwa 20 statt sonst um die 30 dabei gewesen. Der Grund war wohl beim Wetter zu suchen, wie sehr kurzfristige Absagen von Ausstellern, die immer „mit Herz dabei“ seien, bestätigten.