guten_morgen_19.06._mai

Neulich im Elektroladen wurde ich wieder einmal vor fundamentale Fragen gestellt. Es geschah beim Anblick von Epilierern und Rasierern. Sehen wir jetzt mal davon ab, dass ich mich frage, wie die Macht der omni-präsenten Bilder von aal-glatten Beinen und nackten Achselhöhlen so stark sein kann, dass viele Frauen sich mit diesen kleinen, gemeinen Haare ausrupfenden Monstern, den Epilierern, selbst kasteien.

Ich frage mich noch viel mehr: Was haben sich die Designer eigentlich bei diesen Beutelschneidern gedacht? Ganz lieblich, rosa oder zartlila, aber auch in mintgrün oder babyblau kommen sie daher. Dabei sind sie moderne Folterinstrumente! Ihre Formen sind klein, knubbelig und rundlich. Ganz wie Kinderspielzeug. Oder wie Babyfone. Die sehen auch aus, als wollte das Kleinkind mit ihnen die Eltern überwachen und nicht umgekehrt.Nebenan bei den Rasierern ist das Design hinegegen von einer ganz anderen Sorte. Schlank, auch mal eckig und schwarz sind diese Männer-Maschinen. Als Farbe kommen auch Metall oder ein nüchternes Blau infrage. Was soll das? Sind Frauen für diese Designer auf dem geschmacklichen Niveau von Kleinkindern stehen geblieben? Oder soll mit dem niedlichen Spielzeug-Aussehen der Epilierer versucht werden, die Schmerzen, die diese Dinger verursachen, zu versüßen? Die eine wie die andere Vorstellung ist schier zum Haareausfallen. Womit sich das Problem mit den Epilierern doch glatt erledigt hätte. Hat eben alles sein Gutes, irgendwie. In diesem Sinne einen guten Morgen!