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Gymnasium Traben-Trarbach gedenkt seiner jüdischen Schüler

Geschichte : Gymnasium Traben-Trarbach gedenkt jüdischer Schüler

(red) Die Schulgemeinschaft des Gymnasiums Traben-Trarbach hat aller gedacht, die während der Verfolgungen im Nationalsozialismus zu Opfern wurden.

Die Arbeitsgemeinschaft Schule ohne Rassismus (SoR-AG) organisierte traditionell die Gedenkfeier. Mitglieder beschrifteten Steine mit den Namen der jüdischen Abiturienten ab 1900 und nannten sie vor einer Schweigeminute: Ernst Schoemann und sein Cousin Ernst (beide Kröv), Dr. Max Isaak (Enkirch), Hans-Isaak Loeb (Enkirch), Friedrich Bender (Zell), Berthold Seiferheld (Kröv), Milian Schoemann (Traben-Trarbach), Ehrenfried von Tschirnhaus (Barmen), Fritz Berg (Bernkastel), Fritz Lieser (Bernkastel).

 Die Arbeitsgemeinschaft Schule ohne Rassismus (SoR-AG) des Gymnasiums Traben-Trarbach beschriftete Steine mit den Namen der jüdischen Abiturienten ab 1900.
Die Arbeitsgemeinschaft Schule ohne Rassismus (SoR-AG) des Gymnasiums Traben-Trarbach beschriftete Steine mit den Namen der jüdischen Abiturienten ab 1900. Foto: Gymnasium Traben-Trarbach

Martin Schmitz (Traben-Trarbach) musste die Schule 1935 verlassen, überlebte das Lager Auschwitz und den Marsch nach Bergen-Belsen. Er berichtete in seiner alten Schule mehrfach über sein Schicksal.

Nach der Schweigeminute erklärten die AG-Mitglieder auf dem Pausenhof ihren Mitschülerinnen und -schülern Hintergründe der Pogromnacht. Lehrkräfte vertieften die Bedeutung des Tages im Unterricht.

Anlässlich des 9. Novembers besuchte Dennis Junk (CDU), Mitglied des Landtags Rheinland-Pfalz, das Gymnasium und sprach mit Schülerinnen und Schülern der elften Klasse.