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Eigentlich hätte es im Jubiläumsjahr der Vor-Tour der Hoffnung viele Veranstaltungen geben sollen, die Corona-bedingt nicht stattfinden können. Zwei Organisatoren haben ein Alternativprojekt entwickelt.

Vor-Tour der Hoffnung : Tombola soll kranken Kindern helfen

Ehrenamt: Eigentlich hätte es im Jubiläumsjahr der Vor-Tour der Hoffnung viele Veranstaltungen geben sollen, die aber nicht stattfinden können. Zwei Organisatoren haben ein Alternativprojekt entwickelt.

Eigentlich hätte in diesem Jahr alles anders kommen sollen: Zum 25. Mal hätte die Vor-Tour der Hoffnung stattgefunden und für diese Benefiz-Aktion waren 25 Leuchtturmprojekte geplant, die bis auf ein Event Anfang März Corona-bedingt abgesagt werden mussten. In den vergangenen beiden Jahren kamen bei der Vor-Tour der Hoffnung jeweils über 600 000 Euro Spenden zusammen.

„Bisher sieht es so aus, als könnten wir die Tour 2020 eins zu eins auf nächstes Jahr verschieben. Das Schlimmste an der Sache ist, dass so dieses Jahr kein Geld für die Organisationen reinkommt“, sagt Hans-Josef Bracht, Mitorganisator der Vor-Tour und Vizepräsident des Landtags Rheinland-Pfalz. Normalerweise nehmen jährlich rund 160 Radfahrer an der Tour für den guten Zweck teil, um Spenden für krebskranke und bedürftige Kinder zu sammeln. Ein großer Vorteil sei immer gewesen, dass die Spenden an regionale Institutionen gegangen sind und das Geld so in Rheinland-Pfalz eingesetzt wurde.

Als Anfang April alle Großveranstaltungen bis zum 31. August abgesagt wurden, waren auch diese Tour, die vom 9. bis 11. August stattgefunden hätte, sowie die Leuchtturmprojekte davon betroffen. Doch es gab schnell einen Alternativplan: „Für die „Ein Eifeldorf steht Kopf“-Party in Bettenfeld hatten wir eine Tombola geplant. Uns kam dann die Idee, dass wir das einfach größer machen und den Zeitraum verlängern, so dass trotzdem in diesem Jahr Spenden gesammelt werden können“, erzählt Klaus Bracht, „Vor-Tour-Kümmerer“. Seit vor zwei Jahren das erste Mal ein Stop der Radtour in Bettenfeld war, ist er bei dem Projekt mit Begeisterung dabei. Doch dass so viele Firmen sich bei den Gewinnen beteiligen wollen, habe er nicht erwartet: „Es kamen immer mehr Preise rein und so konnten wir eine umfangreiche Tombola gestalten. Das hat einfach gezeigt, wie sehr die Vor-Tour der Hoffnung unterstützt wird. Die ganze Planung für den Tag in Bettenfeld war schon fertig. Das Schöne ist, dass alle, die in diesem Jahr dabei gewesen wären, auch schon für nächstes Jahr zugesagt haben“, sagt Bracht.

Sein Bruder ergänzt: „Wir haben jetzt insgesamt 160 Preise im Wert von 26 000 Euro. Unser Ziel ist es, 20 000 Lose zu verkaufen, um so trotzdem Geld für die Organisationen zu sammeln.“ Teilweise hätten auch Firmen, die nicht gewusst haben, welche Preise sie zur Verfügung stellen könnten, Geldsummen gespendet.

Hans-Josef Bracht: „Wir wurden von so vielen Stellen unterstützt, da ist man auch wirklich dankbar. Der größte Gewinn ist es damit den kranken Kindern zu helfen. Man darf bei der ganzen Sache nämlich eines nicht vergessen: Ein gesundes Kind hat tausend Wünsche. Ein krankes Kind hat nur einen Wunsch - gesund werden.“

Der Hauptgewinn der Tombola, ein Feuertopf-Grill, kommt von der Firma Weber-Stahl. „Ich bin sehr froh, dass der Hauptgewinn in diesem Jahr von unserer Firma kommt“, sagt Florian Weber, der vor fünf Jahren das Familienunternehmen übernommen hat. „Hier geht es darum, kranken Kindern zu helfen. Für Eltern ist es das größte Geschenk, wenn das Kind gesund ist. Deshalb sollten wir da, wo nicht alles gut ist, helfen.“

Fritz Kohl, der als Erster Beigeordneter der Verbandsgemeinde Wittlich-Land als Vertreter für Bürgermeister Dennis Junk vor Ort war, bedankte sich bei allen Beteiligten: „Ich habe so viel Respekt vor dem was ihr hier macht und mit wie viel Begeisterung ihr dabei seid. Da kann man wirklich dankbar sein, dass ihr so viel Arbeit und Zeit darein steckt.“ Klaus Bracht ergänzt: „Wir sind den ganzen Beteiligten so dankbar für die Unterstützung. Auch wenn es sehr schade ist, dass das Jubiläumsjahr so nicht stattfinden kann, macht es einfach Spaß, die Aktionen für dieses und auch nächstes Jahr zu planen. Das ist einfach eine kleine Lebensaufgabe geworden.“

Die Lose würden noch bis zum 15. Dezember verkauft, und die Auslosung sei bisher in den Tagen vor Weihnachten geplant, sagt Hans-Josef Bracht. „Die Gewinner werden dann benachrichtigt und bekommen die Preise entweder zugeschickt oder können sie abholen.“ Bisher sehe es gut aus, dass die Tour und auch die Veranstaltungen im nächsten Jahr stattfinden können. Der Termin für die Vor-Tour der Hoffnung 2021 ist der 11. Juli.

 Der Hauptgewinn der Tombola, der Feuertopf-Grill, wird von der Firma Weber Stahl zur Verfügung gestellt.
Der Hauptgewinn der Tombola, der Feuertopf-Grill, wird von der Firma Weber Stahl zur Verfügung gestellt. Foto: Angelina Burch

Die Lose können für zwei Euro bei Klaus und Hans-Josef Bracht gekauft werden. Kontakt: Klaus Bracht: k.bracht@t-online.de; Hans-Josef Bracht: info@bracht-mdl.de; Weitere Informationen gibt es auf www.vortour-der-hoffnung.de.