Halle soll Ende Mai stehen

Die neue Gerätehalle und eine Überdachung für die zweite Römische Kelteranlage prägen den Erdener Haushalt. Das Geld dafür hat die Gemeinde bereits auf der hohen Kante.

Erden. (urs) Im vorigen Jahr hat es nicht mehr geklappt mit dem Bau der Gerätehalle in Erden. Nun soll sie in wenigen Wochen stehen. "Die Ausschreibungen sind schon raus", sieht Ortsbürgermeister Herbert Weber der Errichtung der Fertigbauhalle gespannt entgegen.

Momentan werde bereits auf dem Gelände geräumt, damit rasch mit der Bodenplatte begonnen werden könne, womit ein Unternehmen beauftragt werde. Die knapp 14 mal neun Meter große Halle wird laut Weber wohl Ende Mai stehen. Den Innenausbau und Arbeiten "rundum" würdie Erdener in Eigenleistung übernehmen. Entsprechend niedrig fällt die Investitionssumme aus. 75 000 Euro stehen für die Halle im Haushalt bereit. Der Betrag stammt noch aus dem Verkauf des benachbarten ehemaligen Raiffeisengebäudes, das der Gemeinde für diesen Zweck zu groß war. Ein zweites Vorhaben sind Sicherungsarbeiten an der zweiten Römischen Kelteranlage. Nach jahrelangem Sparen soll sie eine Überdachung erhalten. Die Anlage war vor wenigen Jahren beim Parkplatzbau an der bereits touristisch genutzten benachbarten Kelteranlage entdeckt worden. Laut Experten ist sie 100 Jahre älter als die erste und damit die älteste Anlage an der Mosel. Die für das Schutzdach kalkulierten 25 000 Euro stammen laut Weber aus Pachteinnahmen des darüber gelegenen gemeindeeigenen Weinbergs: "Deshalb haben wir gewartet - wir wollten keinen Kredit aufnehmen." Daneben sind 8000 Euro für die Sanierung des Kindergartens Zeltingen reserviert sowie 2000 Euro für Themenwanderwege. Ein Wunsch von Weber wären zudem Solaranlagen für den Campingplatz.

Den Investitionen von gesamt 110 000 Euro stehen dreimal so hohe Pflichtaufgaben gegenüber. Erfreulicherweise kann die Gemeinde diese aber nicht nur erfüllen, sondern bei 341 350 Euro Erträgen und 335 070 Euro Aufwendungen sogar 6280 Euro Überschuss erwirtschaften. Allerdings sind darin vorsorgliche Abschreibungen noch nicht enthalten. Die Schulden von 264 436 Euro betragen laut Kämmerer Günter Wagner pro Kopf rund 673 Euro, was 359 Euro über dem Landesschnitt vergleichbar großer Gemeinden liege. Gebühren und Steuerhebesätze bleiben für die Bürger aber gleich.