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Hand in Hand für das Handball-Turnier

Hand in Hand für das Handball-Turnier

Am Wochenende ist die HSG Wittlich zum zehnten Mal Gastgeber des internationalen Frauen-Handball-Turniers "Stelioplast-Cup" in der BBS-Halle. Vor, während und nach dem Turnier arbeiten 200 Helfer Hand in Hand für einen reibungslosen Ablauf.

Wittlich. In der BBS-Halle türmen sich Bananenkisten mit allem, was man für ein Handball-Turnier braucht, vor der Halle haben viele fleißige Hände der HSG Wittlich damit begonnen, dass Festzelt aufzubauen. Es ist wieder "Stelioplast-Cup"-Zeit bei der HSG Wittlich. Alle Jahre wieder, seit 1999 - mit einer Ausnahme: Im Vorjahr musste das Turnier abgesagt werden, weil der Termin mit der Olympia-Vorbereitung der Handballerinnen kollidierte.

Umso motivierter sind Birgit Stettler und ihr Organisations- und Helfer-Team der HSG Wittlich in diesem Jahr. "Rund vier Wochen vor dem Turnier beginnt die heiße Phase der Vorbereitungen", sagt Stettler. Seit Montag greift eine Hand in die andere bei der Handballspielgemeinschaft, die dank ihrer fleißigen Helfer ein Turnier etabliert hat, das von den teilnehmenden Topvereinen aus ganz Europa in den höchsten Tönen gelobt wird.

40 000 Stunden und 1,3 Tonnen Obst in zehn Jahren



"Diese Unterstützung, dieser Einsatz machen die HSG aus", sagt Birgit Stettler, während sie die zahlreichen Dekorationsmaterialien in den Bananenkartons sichtet. Täglich rund 20 Handballer sind bis Freitag mit den Aufbauarbeiten befasst, ab Samstag, wenn das Turnier startet, sind 160 Helfer im Einsatz, um für einen reibungslosen Ablauf zu sorgen. Vom Busshuttle für die Mannschaften, die in verschiedenen Wittlicher Hotels untergebracht sind, über Thekendienst, Kuchenverkauf, Mannschaftsbetreuung, Putzdienst - und vieles mehr. "Wir haben insgesamt 160 Schichten eingeteilt", sagt Stettler, die seit dem ersten Turnier 1999 die Orga-Leitung innehat. "Wir sind ein eingespieltes Team", meint sie, hofft aber auch darauf, "dass wir irgendwann Nachwuchs im organisatorischen Bereich finden. Wir werden ja nicht jünger". Aber die Vielzahl der Jung-Handballer, die sich am Aufbau beteiligen, zeigt, dass man sich bei der HSG wenig Sorgen machen muss.

Die fleißigsten Helfer verbringen in der Woche vor und nach dem Turnier bis zu 100 Stunden in der BBS-Halle, an den Turniertagen Samstag und Sonntag bis zu 18 Stunden. "Trotz der vielen Anstrengungen haben wir immer eine tolle Stimmung", betont Birgit Stettler. Und ihr Mann Peter, der ebenfalls vom ersten Turnier an mit dabei ist, hat sich die Mühe gemacht, neun Mal "Stelioplast-Cup" in Zahlen zu fassen: "Wir haben seit 1999 rund 40 000 Arbeitsstunden geleistet und 2000 Handballerinnen verpflegt. Diese haben 1,3 Tonnen Obst und 3000 Müsliriegel gegessen. Seit 1999 haben unsere Mitglieder über 800 Kuchen gebacken, die dann verkauft wurden."

Für das kommende Wochenende hoffen die Stettlers darauf, dass es nicht zu heiß wird in der Halle und dass das Turnier verletzungsfrei bleibt. Und dass die Topspielerinnen - darunter Olympiasieger, Weltmeister und Europameister - so umgänglich bleiben. Birgit Stettler: "Ich will nicht wissen, wie viele Tausend Autogramme hier seit 1999 geschrieben wurden. So etwas wäre bei Fußballern unmöglich."

Karten für den "Stelioplast-Cup", an dem die Mannschaften aus Leipzig, Leverkusen, Trier, Blomberg, Metz und Larvik (Norwegen) teilnehmen, gibt es im Vorverkauf bei Friseur Krebs und der Bungert-Sportabteilung. Das Turnier beginnt am Samstag um 11.30 Uhr und am Sonntag um 10 Uhr, das Finale wird am Sonntag um 17.45 Uhr angepfiffen.