AUS DEM ARCHIV: November 2019 Handwerksbetriebe und ihre Nachfolge

Salmtal/Trier · Florian Koch aus Salmtal hat für seine Bachelorarbeit den Ökonomiepreis der Handwerkskammer bekommen.

 Preisverleihung bei der Handwerkskammer: (von links) Professor Dr. Katrin Muehlfeld, Hauptgeschäftsführer Axel Bettendorf, Preisträger Florian Koch und Geschäftsführer Dr. Matthias Schwalbach.

Preisverleihung bei der Handwerkskammer: (von links) Professor Dr. Katrin Muehlfeld, Hauptgeschäftsführer Axel Bettendorf, Preisträger Florian Koch und Geschäftsführer Dr. Matthias Schwalbach.

Foto: TV/Handwerkskammer

Florian Koch aus Salmtal hat für seine Bachelorarbeit über Nachfolgemanagement im Handwerk den Ökonomiepreis der Handwerkskammer (HWK) Trier erhalten. Die Auszeichnung ist mit 350 Euro dotiert. Professor Dr. Katrin Muehlfeld von der Universität Trier hat die Abschlussarbeit betreut.

Die Regelung der Betriebsnachfolge zählt zu den größten Herausforderungen im Handwerk. Laut HWK stehen allein im Kammerbezirk Trier jährlich 200 Unternehmen zur Übergabe an. Florian Koch hat in Zusammenarbeit mit der HWK untersucht, wie der Nachfolgeprozess abläuft. Er kommt zu dem Ergebnis, dass sich viele Geschäftsführer erst relativ spät und oft mit zu wenig Zeit um die Planung des Übergabeprozesses kümmern. Koch empfiehlt den Übergebern, frühzeitig die Beratungsmöglichkeiten der Handwerkskammer in Anspruch zu nehmen.

Zudem untersucht Florian Koch, wie sich die persönlichen Einstellungen von Handwerksunternehmern gegenüber der Unternehmensnachfolge auf die Gestaltung des Nachfolgemanagements auswirken. Dabei stellt er fest, dass eine familieninterne Nachfolge die positive Einstellung des Unternehmers zur Übergabe erhöht. Damit steige auch die Bereitschaft, sich aktiv um die Nachfolge zu kümmern. Koch betont die Wichtigkeit, rechtzeitig mit allen Beteiligten das Gespräch zu suchen, um den oft jahrelangen und komplexen Übergabeprozesses erfolgreich auf den Weg zu bringen.  Insgesamt hatten sich 160 Geschäftsführer, davon 119 Männer und 41 Frauen, an der Befragung beteiligt. Die HWK profitiert von dem umfassenden Datenmaterial aus Florian Kochs Erhebung. Deutlich wird zum Beispiel, dass der größte Engpass darin besteht, einen geeigneten Nachfolger zu finden.

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