Happy Birthday, Türmchen!

Das ist mal ein Jubiläum! Das älteste Gebäude der Stadt wird 700 Jahre alt. Die Wittlicher gratulieren deshalb standesgemäß.

Da steht es nun als altes Tor und ist so alt wie nie zuvor: 700 Jahre hat das Türmchen, wie die Wittlicher liebevoll das älteste Gebäude der Stadt in der Burgstraße nennen, auf dem Buckel. Das Überbleibsel der Stadtbefestigung von 1317 ist ein seltener Fall von Architektur zum Gernhaben und könnte fast vermenschlicht als "Urwittlicher" durchgehen. Deshalb hat der TV verschiedene Menschen aus der Säubrennerstadt gebeten, dem Denkmal und Unikum zum Jahrhundertgeburtstag zu gratulieren und ihm Glückwünsche zu schreiben.

Hier die Antworten.

Albert Klein , Erster Beigeordneter alias kleiner Bürgermeister:

Zum Jahrhundertgeburtstag wünsche ich dem Türmchen, dass ganz viele Menschen zu seiner Geburtstagsfeier im Herbst kommen und es danach auch noch oft besuchen werden. Es soll aus dem Dornröschenschlaf zum Leben erweckt werden und erstmals in seiner langen Geschichte für jeden offen stehen.

Werner Pelm , Fotograf des Stadtgeschehens:

Zum Jahrhundertgeburtstag wünsche ich dem Türmchen (…) weiterhin ein offenes Eingangstor zur Stadt Wittlich zu sein, für alle, die in Frieden kommen!

Ortwin Eich , Förderverein Wittlicher Kulturgüter:

Eiffelturm in Paris, Schiefer Turm zu Pisa, Türmchen von Wittlich - weltweit unverwechselbar. Prosit auf die nächsten sieben Hundertjahrfeiern.

Dorle Ehlen , Stadtfriseurin am Marktplatz:

Zum Jahrhundertgeburtstag wünsche ich dem Türmchen, dass es seine Türen weit öffnet für die Öffentlichkeit und seine Geheimnisse mit einem Schmunzeln bewahrt!

Günter (Günnes) Eller , Vorsitzender der Narrenzunft:

Zum Jahrhundertgeburtstag wünsche ich dem Türmchen, das es noch 700 Jahre überdauert. Aber hier habe ich keine Angst, und da spreche ich aus eigener Erfahrung, das wird schon klappen, wir kleinen Dicken sind zäh!

Zum Jahrhundertgeburtstag wünsche ich dem Türmchen, dass es weiterhin ein Vorbild für die Wittlicher Bürger bleibt: Unscheinbar und klein, aber trotzdem würdevoll und aussagekräftig!

Herbert Daufenbach , Leserbriefschreiber von der Schääl Saidt:

Dem Türmschie weitere 100 Jahre, damit die kläen Weedlier Porta Nigra auch weiterhin Wittlicher Geschichte schreiben kann.

Elke Scheid , Kulturamtsleiterin:

Zum Jahrhundertgeburtstag wünsche ich dem Türmchen, welches zwei Pestepidemien, viele, viele Kriege, Besetzungen und Belagerungen wie zum Beispiel den 30jährigen Krieg, mehrere französische Eroberungen und zwei Weltkriege, die Explosion der Pulvermühle und zahlreiche Stadtbrände sowie die Denunzierung und Ermordung von Wittlicher Bürgern durch Wittlicher Bürger erleben musste, nun 700 friedvolle Jahre durchsetzt von Toleranz, Achtung und Liebe.

Willi Waxweiler , Rentner und Heimatforscher:

Bürgermeister Joachim Rodenkirch feiert - nach seiner Wiederwahl - mit allen Wedliern das erste Burgtürmchen-Fest.

Patrick Bourassin , französischer Historiker und Wahlwittlicher:

Ich wünsche ihm noch einmal 700 Jahre in gutem Erhaltungszustand.

Elisabeth von den Hoff , Wittlichs bekannteste Denkmalschützerin:

Zum Geburtstag wünsche ich dem Türmchen, dem ältesten Denkmal der Stadt, dem ehemaligen Wächterhäuschen am äußeren Burgtor mit seiner Sandsteinwendeltreppe, seiner ehemaligen offenen Feuerstelle, mit den Resten einer Takenwand und schmuckvollen Sandsteinfenstergewänden, dass fachkundige Leute alle Epochen seiner Geschichte wieder sichtbar machen können. danach soll es interessierten Besuchern zur Besichtigung offen stehen.

Sebastian Langer , Bildhauer und eine Art Stadtsteinmetz, hat ein Gedicht-Geschenk übermittelt, das sich den vielen Zebrastreifenschildern, die den Blick aufs Türmchen teils verdecken, widmet:

Dann und wann, wenn er nicht mehr kann /

und bei Regen oder Sturm /

geht vom blauen Schild der Zebrastreifenmann /

zur Ruhe in den großen Turm. /

So ist das mit der Perspektive: /

Dann muss das leere Schild mit seinen Ecken /

das kleine Türmchen ganz allein verdecken. /

Für den kleinen Mann bleibts stets ein Riese.

Auch Ulrike (Uli) Möhn , Urwittlicherin aus der Innenstadt reimt:

Was wünscht man einem so hübschen Wittlicher Original? Ich wünsche alles Glück der Welt

und dass es noch recht lange hält.

Und Richard Kiefer , Nachbar:

Foto: Sonja Sünnen

…alles Gute!

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