Happy Mosel: Stimmung hui, Gästezahlen pfui

Happy Mosel: Stimmung hui, Gästezahlen pfui

Mies, mieser - Happy Mosel 2013. So kurz und knapp kann man den Raderlebnistag beschreiben. Nur rund 600 Radler nutzten bei Regen und Temperaturen um die zehn Grad die abgesperrten Straßen an der Mosel zwischen Pünderich und Winningen.

Bullay. Viele Gastronomen und Vereine hatten aufgrund der Wettervorhersagen erst gar keine Verkaufsstände bei Happy Mosel aufgebaut. In Bullay hatte es der örtliche Sportverein gewagt. Vereinsvorsitzender Stefan Eberhard wartete zur Mittagszeit aber vergebens auf die ersten Gäste: "Bis jetzt sind die Helfer hinter der Theke die einzigen Konsumenten", erzählte er verschmitzt.
Siegfried Klein vom Ellerer Hotel Friedrich nahm es auch mit Humor: "Wenn es schon von oben nass macht, dann trinkt wenigstens einen trockenen Moselwein." Auch die wenigen Radfahrer auf der Strecke waren gut gelaunt. So wie Silvia und Margit aus Düsseldorf, die extra für drei Tage angereist waren. "Wir lassen uns doch in dieser herrlichen Umgebung nicht von ein paar Regentropfen aufhalten." Auch Klaus Jungen aus Demerath bei Daun kennt kein schlechtes Wetter. Dick in Regenklamotten eingehüllt, war er aus der Eifel an die Mosel gekommen und hatte an der Senhalser Brücke eine erste Rast eingelegt. "Hier gibt es einfach den besten Kuchen", sagt er. Und was sagten die Senhalserinnen zu dem verregneten Sonntag? "Wir verkaufen seit 1993 schon unseren Kuchen, aber so wenig Andrang haben wir auch noch nicht erlebt."
Reinhold Diederich aus Ediger nannte außer dem Regen noch einen Grund dafür: "Der späte Beginn um 11 Uhr ist nicht gut. Viele von außerhalb Angereiste haben erzählt, dass ihnen das zu spät ist und sind deshalb erst gar nicht in den Sattel gestiegen. Die machen es sich im Café gemütlich." Das wollte Familie Schiel aus dem badischen Gaggenau dann doch nicht. Mit den Kindern Levi (3) und Linus (6) waren sie in Bremm zu Fuß unterwegs und munterten die ab und zu vorbeifahrenden Radfahrer auf. bz

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