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Haus St. Anton feiert Jubiläum seines ordens

Gemeinschaft : Ein Fest mit Fahne, Film und vielen Kindern

Ein internationaler Orden feiert, und das Haus St. Anton feiert mit: Wegen des Jubiläums der Schwestern vom guten Hirten ist die Pleiner Einrichtung in einem Film zu sehen.

  Als Haus für gefallene  Mädchen sei es früher in der ganzen Region bekannt gewesen, sagt Peter Unzen und meint das Haus St. Anton zwischen Wittlich und Plein. Heute gibt es keine gefallenen Mädchen im damaligen Sinne mehr, und die Einrichtung bietet inzwischen vielfältigere Angebote an, wie  Einrichtungsleiter Unzen erzählt (siehe Hintergrund).

Bis 2011 haben die Schwestern vom Guten Hirten in dem Haus gelebt und gewirkt, das sie 1970 übernommen hatten (siehe Info). Doch wie so viele Orden und Ordenseinrichtungen hatten auch die Schwestern Nachwuchssorgen, und die verbliebenen Frauen wurden nach München abberufen. Doch das Haus St. Anton blieb offen, der Orden dem Haus verbunden – und so  wird in diesem Jahr ein Jubiläum gefeiert: Am 24. April, dem 150. Todestag von Schwester Maria Eu­phrasia, die den Orden maßgeblich geprägt hat, wird es in allen Häusern des Ordens unter dem Motto „Mehr wert! ... über Grenzen hinweg!“ eine Feier geben, die Vorbereitungen laufen. „Vor gut zwei Wochen war die Ordensleitung bei uns, und ein Fernsehteam hat bereits bei uns gedreht“, sagt Peter Unzen. „Das war richtig professionell.“  Der Film soll einen Querschnitt durch alle Einrichtungen zeigen und am 24. April bei den Feiern erstmals abgespielt werden. Die Beiträge des Hauses St. Anton zum Film stehen unter dem Motto „Grenzenlos liebevoll“, weil „dieses Motto unser Haus am meisten symbolisiert“, sagt Unzen. Und: „Ich habe unter anderem Pastor Comes eingeladen, der den Festgottesdienst halten soll. Und anschließend wird es einen französischen Abend geben“, erzählt der 59-Jährige weiter, „wir wollen das Französische in uns in Erinnerung rufen.“

 Peter Unzen, Leiter des Hauses St. Anton. 
Peter Unzen, Leiter des Hauses St. Anton.  Foto: Klaus Kimmling/klaus Kimmling

Dabei kommt man daran bereits jetzt schon kaum vorbei: Denn vor dem Eingang des Hauses, das idyllisch in einem Tal zwischen Wittlich und Plein an der Pleiner Mühle liegt, weht in Erinnerung an die französischen Wurzel der Schwestern eine Fahne in den Farben des Nachbarlandes. „Und in der Mitte habe ich Schwester Euphrasia eingebaut“, sagt Unzen. Die Fahne soll uns durch das Jahr begleiten.“ Zudem werde sie mitgenommen ins französische Angers, dem Hauptsitz des Ordens der Schwestern vom guten Hirten, wo alljährlich ein Treffen von Mitarbeitern aller Einrichtungen ist. Doch bis dahin weht sie in Plein und begrüßt die Gäste und Besucher am Eingang des Hauses, zu denen heute Menschen jeden Alters und aller Geschlechter gehören.