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Heidenburg will vermehrt auf Sonnenenergie setzen

Heidenburg will vermehrt auf Sonnenenergie setzen

Das neue Solarkataster der Kreisverwaltung steht seit kurzem im Internet zur Verfügung. Um es den Bürgern näherzubringen, wird in 15 Kommunen über seine Möglichkeiten informiert. In Heidenburg sind mehr als 20 Bürger zum Solarabend gekommen.

Heidenburg. Viele Heidenburger kennen sich aus mit Photovoltaik und Solarthermie, der Umwandlung von Sonnenenergie in elektrische beziehungsweise nutzbare Wärmeenergie. Schließlich hat die Gemeinde ein 2010 mit dem rheinland-pfälzischen Umweltpreis ausgezeichnetes Energiekonzept entwickelt. Rund 30 Besucher - darunter gut 20 Heidenburger - verfolgten aber dennoch die Vorträge eines Solarabends.
Redner waren Jens Frank (Institut für angewandtes Stoffstrommanagement am Umwelt-Campus Birkenfeld) und Roland Glaz von der Kreisveraltung. Frank nannte Varianten, Kosten und mögliche Erträge, Glaz stellte das seit dem 16. Mai im Internet einsehbare kreisweite Solarkataster vor. Es wurde in Kooperation mit der Sparkasse Mittelmosel, deren Regionalleiter Axel Gellenberg eingeladen hatte, von einer privaten Firma erstellt.
Die Bürger interessierte vor allem die Wirtschaftlichkeit. Sie wollten wissen, welche Ausgaben insgesamt mit der Montage von Solarzellen oder Kollektorflächen verbunden sind. Außerdem fragten sie nach der Höhe der zu erwartenden Einspeisevergütungen sowie Förder- und Finanzierungsangeboten. Dass sich nach Süden ausgerichtete Dächer aber nicht generell für Solarenergie eignen, war teils überraschend. Umso hilfreicher ist das Kataster, das auch detaillierte Angaben zur Wirtschaftlichkeit anbietet, die aber nur vom Hauseigentümer kostenlos per E-Mail abgerufen werden können.
Norbert Feller war gespannt, ob sich sein Haus für Solarenergie eignet. Noch habe er nicht nachgesehen im Internet. Doch auch wenn es sich nur minimal eignen sollte, will er handeln: "Dann werde ich investieren", versicherte er mit Hinweis auf die aktuelle Energieproblematik. Für Berthold Jäger hatte sich das Thema schon vor dem Abend erledigt. Sein Haus sei wegen des verwinkelten Daches nur bedingt geeignet.
Laut Dietmar Jäger, Ortsbürgermeister der Windkraftkommune, genießt Solarenergie derzeit im Ort Priorität. Die Mehrzweckhalle sei ja bereits mit Photovoltaik bestückt. Er könne sich aber auch für die Dächer der Grundschule oder der katholischen Kirche Anlagen vorstellen. Zumal sie - Fördermittel und langfristige Erträge berücksichtigt - unter Umständen praktisch nichts kosteten. ursDas Solarkataster wird im Rahmen eines Solarabends ebenfalls vorgestellt in Hasborn (Tennishaus) und Manderscheid (Kurhaus) am Montag, 23. Mai; in Kröv (Weinbrunnenhalle) und Mülheim (Grafschafter Festhalle) am Dienstag, 24. Mai; in Traben-Trarbach (Bürgersaal) und Zeltingen-Rachtig (Schorlemer-Haus) am Mittwoch, 25. Mai; in Piesport (Gemeindehalle Alt-Piesport) am Donnerstag, 26. Mai. Beginn ist jeweils um 18 Uhr. Bisherige Stationen waren: Bausendorf, Bernkastel-Kues, Heidenburg, Monzelfeld, Morbach, Salmtal, Thalfang und Wittlich. In Thalfang waren ebenfalls etwa 20 Bürger der Einladung gefolgt, in Morbach etwa 40 Personen. Das Kataster ist im Internet zu finden unter: www.solarkataster.bernkastel-wittlich.de oder über www.bernkastel-wittlich.de (im Suchfeld Solarkataster eingeben). Alternativ bietet die Kreissparkasse Hilfe an: Telefon 06531/9590. urs