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Der rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz hat sich einen Überblick über die verschiedenen Einheiten der Polizei in Wittlich-Wengerohr gemacht  und dabei etwas über Werder Bremen gelernt.

INNERE SICHERHEIT : Von der Werkstatt bis zum Einsatz

Der rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz hat sich einen Überblick über die verschiedenen Einheiten der Polizei in Wittlich-Wengerohr gemacht und dabei etwas über Werder Bremen gelernt.

  Vom Polizei-Einsatz bei Hochrisikospielen in der Fußball-Bundesliga über die Beweissicherung von riskanten Überholmanövern auf der B 51 und den Spezial-Umbau der Fahrzeuge für das Mobile Einsatzkommando (MEK) bis hin zur Weiterbildung reichten die Informationen, die der rheiland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz beim Besuch des Polizeistandorts Wittlich-Wengerohr erhalten hat.

Die vierte Einsatzhundertschaft des Polizeipräsidiums Einsatz, Logistik und Technik: Samstagabend, 18.30 Uhr in Bremen. Im Weserstadion beginnt das Derby der Fußball-Bundesliga gegen Hamburg. Zu diesem Zeitpunkt ist die Hundertschaft aus Wengerohr bereits seit mehr als sieben Stunden im Einsatz, um Ausschreitungen von gewaltbereiten Hooligans zu unterbinden. Bereits in der Nacht zuvor, quasi nach der Anreise am Freitagabend,  seien die Polizisten in Bereitschaft gewesen,m erklärt Jürgen Walter von der Bereitschaftspolizei (Bepo). Einsätze wie diese gehören zum Alltag der Bepo. Der Beweissicherngs- und Dokumentatiosntrupp ist aber auch beim Oberliga-Derby zwischen Idar-Oberstein und Eintracht Trier im Einsatz, um kritischer Szenen auf Video festzuhalten. Die Beamten zeichnen zum Beispiel Vorgänge aus den Fanblocks auf, aber auch Demonstrationen, Vernehmungen oder besondere Verkehrssituationen wie riskante Überholmanöver auf der B 51.

Die technische Einsatz-Einheit (TEE): Die TEE ist mit ihren Einsatzwagen, die mit Lautsprecher und LED-Anzeige ausgestattet ist, ebenfalls bei Fußballspielen wie  in Mainz oder Kaiserslautern im Einsatz, aber auch bei Demonstrationen oder Vermisstensuche. Im vergangenen Jahr habe die TEE Wittlich 107 Einsätze, im Jahr davor waren es 92, alle hauptsächlich am Wochenende. Ein Einsatzwagen  – das in Wittlich gezeigte Modell ist zwölf Jahre alt und hat deutlich mehr als 100 000 Euro gekostet – ist mit vier Menschen besetzt: ein Fahrer, ein Techniker und zwei Sprecher.

Die KFZ-Werkstatt: Fünf Mechaniker, ein Werkstattleiter, ein Planer, ein Materialdisponent, ein technischer Leiter und Auszubildende sind in der KFZ-Werktstatt der Polizei beschäftigt. Dort werden nicht nur Pannen an den Fahrzeugen behoben, sondern unter anderem auch die Autos des Mobilen Einsatzkommandos einsatzgerecht umgebaut – so, das sie von außen nicht von herkömmlichen Autos zu unterscheiden sind, die Technik aber alle Ansprüche erfüllt. Neben der Werkstatt hat die Polizei in Wengerohr auch eine Tankstelle.

 Innenminister Roger Lewentz besucht den Polizeistandort Wengerohr
Innenminister Roger Lewentz besucht den Polizeistandort Wengerohr Foto: TV/Petra Willems

Das Schieß- und Einsatztrainingszentrum: Zum Abschluss des Rundgangs sprach Minister Lewentz mit Polizisten, die zum Training von sogenannten lebensbedohlichen Einsatzlagen (LebEL) in Wengerohr waren. Um den Bedrohungen durch Amokläufe oder Terrorangriffen gerecht zu werden, werden rund 3600 Polizisten in Rheinland-Pfalz in dem speziellen Training ausgebildet vier Tage lang ausgebildet. Die Schulung umfasst die taktische Ziele, Einsatzgrundsätze und Einsatzmaßnahmen der frühen Phase, die aufgrund der oft geringen Erkenntnisse und dadurch unklaren Lage gekennzeichnet ist. Die Teilnehmer in Wittlich waren, befragt von Lewentz, sehr zufrieden mit der Ausbildung. Einziger Kritikpunkt: Einige Polizeiautos, die Audi-A -4-Avantsm seien zu klein, um mit der Schutzausrüstung darin zu fahren. Dies werde man bei der Ausschreibung der neuen Polizeiautos, die bald kommen soll, berücksichtigen. versprach der Minister.