Helden der Steillage

Die Steillagen prägen das Anbaugebiet Mosel. Mit ihren Rieslingen sorgen die Winzer auch bei internationalen Wettbewerben regelmäßig für Aufsehen und geben klare Signale für den Erhalt der Steillagen.

Bernkastel-Kues. Die internationale Organisation "Cervim", die ihren Sitz im italienischen Aosta-Tal hat, macht es sich unter anderem zur Aufgabe, den "heldenhaften" Weinbau in Steillagen und Bergregionen zu erhalten. Jährlich findet ein Wettbewerb statt, bei dem die besten Weine aus diesen Lagen prämiert werden.Zur Siegerehrung der besten deutschen Weine kam "Cervim"- Präsident François Stevenin nach Bernkastel-Kues: eine besondere Wertschätzung für die schwere Arbeit der Winzer an Mosel, Saar und Ruwer. "Cervim" wolle intakte Weinbaugemeinden, sagte Stevenin. Die Organisation versuche deshalb stärkeren Einfluss auf die Weinmarktpolitik für die Steillagengebiete und auf das Wirken der EU-Kommission zu nehmen.

Die Arbeit von "Cervim" sei wichtig, sagte Hubert Friedrich, Leiter des Dienstleistungszentrums Ländlicher Raum Mosel. "Es ist die einzige europäische Organisation, die sich um den Steillagen-Weinbau kümmert", sagte er.

Dreimal Gold für Moselwinzer

François Stevenin und Gerd Scholten (Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum Mosel) zeichneten drei Moselwinzer mit Gold aus: die Weingüter Jörg Bauer (Mülheim), Heinz Schneider (Leiwen) und Geller-Steffen (Wehlen). Silber gab es für das Weingut Hoffranzen (Mehring) und die Staatliche Weinbaudomäne Trier.

Diplome erhielten Berthold Oster (Erden), Eifel-Loersch (Leiwen), Michael Ballmann (Kesten), Klaus Lotz (Erden), Eugen Philippi (Mehring), Walter Roth (Erden) und Michael Jüngling (Erden), Schauf (Ediger-Eller), Oster-Franzen (Ediger-Eller), Ring Erben (Valwig) und Otto Görgen (Briedern).