Hermeskeil hofft auf neue und viele Kunden

Hermeskeil hofft auf neue und viele Kunden

Der Stadtrat bringt den Neubau eines Lebensmittelgeschäftes, Drogeriemarktes und die Revitalisierung des ehemaligen Hela-Baumarktes voran. Am Dörrenbach heißt die neue Adresse. Nur die Unterschrift zu dem Mega-Projekt fehlt noch.

Hermeskeil Seit gut zwei Jahren beschäftigt sich Patricia Boos von der Schoofs Immobilien GmbH in Neu-Isenburg mit der Entwicklung des Projektes "Einkaufen Am Dörrenbach".
Mit der dritten Änderung der Bauleitplanung, die auch großflächigen Einzelhandel zulässt, biegt ihr Projekt in die Zielgerade ein. Außerdem ist ein eigener Bebauungsplan notwendig. Der Stadtrat stimmte dem in seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause einstimmig zu. "Das Innenstadtkonzept muss auf neue Füße gestellt werden", sagt Stadtbürgermeister Mathias Queck. Die Stadt betreibe keine Vorratsplanung, sondern plane vorhabenbezogen. Was ihn besonders freut: Alle Kosten trägt der Investor, und der Rat behält trotzdem die planungsrechtliche Hoheit.
"Ich habe den Vertrag dabei. Er kann jederzeit unterschrieben werden", sagt Patricia Boos. Das passierte jedoch in dieser Sitzung nicht. Auch die Fachgutachten, die den Artenschutz, den Verkehr, Schallemissionen und das geplante Brückenbauwerk betreffen, gehen zulasten der Projektentwickler. Mit der Änderung des Bebauungsplanes ist das Büro Dörhöfer & Partner aus Engelstadt beauftragt worden. 23 455 Quadratmeter groß ist das Areal mit der Adresse Am Dörrenbach 9-13.
"Mit der Entwicklung wird das Stadtbild positiv aufgewertet", ist die Projektleiterin sicher. Queck indes verspricht sich ferner neue Kundenströme, denn seit der Schlecker-Pleite Anfang 2012 gibt es in Hermeskeil keinen Drogeriemarkt mehr: "Das muss unser Interesse sein. Schließlich sind wir ein Mittelzentrum." Die Neuansiedlungen Am Dörrenbach seien ein sehr großer Gewinn.
Bis Ende des Jahres wird Planreife angestrebt. Im Frühjahr 2018 sollen die Bagger rollen. Die aktuelle Planungsvariante sieht ein zusammenhängendes und kundenfreundliches Einzelhandelskonzept vor. "Die Stadt Hermeskeil kann sich auf einen neuen Lebensmittelvollsortimenter mit etwa 1600 Quadratmetern Verkaufsfläche und einen Drogeriemarkt mit rund 750 Quadratmetern Fläche freuen", sagt Boos, und nennt die Namen Wasgau und Rossmann. Sie fügt allerdings hinzu: "Es liegen noch keine unterschriebenen Verträge vor." Dennoch werden die Verhandlungen zunehmend konkreter. Die Bausubstanz des alten Hela-Baumarktes fanden Fachleute so gut, dass er nicht abgerissen wird, sondern nach modernen energetischen Gesichtspunkten saniert und neu gestaltet werden kann.
Mit Anbietern aus den Bereichen Apotheke, Textil und auch Tiernahrung werden Gespräche geführt. Insgesamt sollen 210 Parkplätze entstehen.
Extra: BAU DES KLEINTIERKREMATORIUMS


Stadtbürgermeister Mathias Queck gab in der Sitzung bekannt, dass die Bauarbeiten zum geplanten Kleintierkrematorium im Industrie- und Gewerbepark Grafenwald wahrscheinlich schon im Oktober beginnen können. Die Baugenehmigung durch die Kreisverwaltung und das O.K. der Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord werde jeden Tag erwartet. Das haben ihm der Investor, Willibald Arnoldy und Architekt Otmar Adames mitgeteilt. Errichtet werden soll der Bau für die würdevolle Einäscherung von Haustieren mit einer Investitionssumme von zwei Millionen Euro in der Nähe des Ignariums.

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