Herr Eichhorn und der Mond

BERNKASTEL-KUES. Sebastian Meschenmoser aus Kues hat sein zweites Buch vefasst. "Herr Eichhorn und der Mond" ist eine Geschichte für Alt und Jung, gestaltet mit Zeichnungen und Begleittexten.

"Eines Morgens erwacht Herr Eichhorn, weil der Mond in sein Dach gefallen war. Völlig unvermittelt sieht sich Herr Eichhhorn einem ungeheuerlichen Problem gegenüber: Was tun, wenn der Mond vom Himmel fällt? Zunächst scheint alles aussichtslos, doch wenn viele mithelfen, wird ein Problem schnell kleiner...", so macht das Büchlein auf seine Geschichte neugierig. Es ist eine Geschichte für alle, die an das Unmögliche glauben. Oder ist die Geschichte vielleicht doch nicht so unmöglich? Auf dem Buchdeckel stemmt Herr Eichhorn den dicken "Mond", der vom Himmel fiel - ist es der Mond oder vielleicht doch eher ein großer runder gelber Käse, wie der Vorspann erahnen lässt. Denn da sitzt der Verfasser selbst mit seinem Vater, den er als Kind in bayrischer Lederhose darstellt, in einer Berglandschaft und lässt sich den Käse schmecken, während unversehens von einem Wagen ein großer runder Käselaib sich selbständig macht, bergab rollt - und plötzlich als gelber Vollmond am Himmel steht. So nimmt die Geschichte mit dem herbfallenden Mond auf das Dach des Herrn Eichhorn ihren Lauf. Eichhorn macht sich Sorgen darüber, dass man den Mond bei ihm finden und er des Raubes verdächtigt werden könnte. Schon sieht er sich in einer düsteren Gefängniszelle sitzen. Der Mond muss also weg. Mehr sei nicht verraten - nur soviel, dass viel Lustiges, Unglaubliches passiert, bis der Mond als "ruiniertes" Bruchstück wieder am Himmel steht. Und die beiden Meschenmosers schauen noch lange der leuchtenden Mondsichel nach. Herr Eichhorn und der Mond ist das zweite Buch, das der Kunststudent verfasst hat. Sein erstes Buch über einen Pinguin, der fliegen wollte (der TV berichtete) ist mittlerweile in englischer Übersetzung erhältlich. Zu tierischen Wesen hatte der junge Mann schon immer ein besonderes Verhältnis. Tierstudien machte er oftmals im Frankfurter Zoo. Neben den Kängurus, die er als Schüler für die Schülerzeitung entwarf, und den Pinguinen ist in den neuen gezeichneten und mit Text unterlegten Szenerien nun das Eichörnchen neben Mitstreitern wie Igel, Bock und Mäusen die Hauptfigur. "Im Mombacher Waldfriedhof habe ich die hektischen Tierchen regelmäßig gefüttert und gezeichnet", sagt Meschenmoser. Eine riesen-fiese, höchst absurde Odyssee nennt Meschenmoser mit einem Augenzwinkern seine "bunte" mehrschichtige Geschichte. Die Leute sollen sich an den Szenen einfach erfreuen - oder auch mehr darin sehen. Inspiriert haben ihn nicht nur die Eichhörnchen, sondern auch der Mond. "Man sitzt manchmal da und schaut sich den Mond an, der im Rhythmus dicker und dünner wird. " Eine Erklärung dazu bietet vielleicht das Buch - ob falsch oder vielleicht doch ein bisschen wahr, das soll der Leser für sich entscheiden. Dem Leser Raum lassen für eigene Entdeckungen, das ist dem Illustrator und Texter sehr wichtig. Das Buch ist im Handel erhältlich und kostet 9,90 Euro.

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