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Hetzerath feiert: Mehr Platz für Kinder

Hetzerath feiert: Mehr Platz für Kinder

Hochbetrieb im Erweiterungsbau und auf dem neu gestalteten Außengelände der Kindertagesstätte Hetzerath: Die Kinder, ihre Angehörigen, Ehemalige, Mitarbeiter und Offizielle haben beim Tag der offenen Tür die Vergrößerung und Modernisierung der Kindertagesstätte gefeiert. 135 Kinder ab dem ersten Lebensjahr haben dort nun Platz.

Hetzerath. "Wir sind die Kleinen in den Gemeinden, doch ohne uns geht gar nichts", singen die Hetzerather Kinder beim Segnungsfest ihres Kindergartens. Das wissen die Großen und deswegen haben sie Geld in die Hand genommen, um einen hellen, weitläufigen Anbau an den Kindergarten zu setzen.
Als die Kita 1969 eröffnet wurde, war sie für 66 Kinder ausgelegt. Heute finden hier 135 Kinder Platz - doppelt so viele. Das ist möglich durch Erweiterungen in den Jahren 1976, 1996 und der jüngsten Baumaßnahme, die im September 2013 für mehr als 1,4 Millionen Euro abgeschlossen wurde. Bei einem Tag der offenen Tür wurde der Erweiterungsbau gesegnet.
Der zweigeschossige helle Neubau, der über ein Treppenhaus mit dem Altbau verbunden ist, verfügt über Gruppenräume, Schlaf- und Ruhezonen, Wickelbereich, sanitäre Anlagen, eine Personalküche und eine moderne Industrieküche. Noch mehr Platz wurde parallel durch den Ausbau des Altbaus geschaffen: Hier gibt es nun einen zusätzlichen Ruheraum, zwei Förderräume und einen Werkraum.
Den Löwenanteil der Kosten trägt die Ortsgemeinde. Ortsbürgermeister Werner Monzel: "Familienfreundlichkeit gehört mehr und mehr zu den wichtigsten Standortfaktoren für eine Gemeinde." Damit könne Hetzerath punkten. Insgesamt wurden mit der Baumaßnahme 35 neue Kindergartenplätze geschaffen.
Ulrike Ehlen, Leiterin der Kindertagesstätte, sieht den Vorteil darin, dass sich die bauliche Veränderung ganz an den modernen Bedürfnissen von Kindern und Familien orientiere und ein erweitertes Angebot ermögliche. "Was uns wichtig ist, ist, dass die Kita ein Ort ist, an dem wir den Bedürfnissen unserer Kinder Rechnungen tragen und sie in ihrer Entwicklung zu kompetenten und selbständigen Persönlichkeiten unterstützen können."
Die Kinder sagen es im Reim: "Groß und Klein brauchen Platz. Es wurde gebaut, es ging ratz fatz" und vergnügen sich nach ihrer Rede bei Kinderschminken und Bobby-Car-Rennen, am Button-Stand und Glücksrad oder ganz klassisch bei Sackhüpfen und Eierlauf. sys
Extra

Die Baukosten von 1,453 Millionen Euro trägt zum größten Teil die Ortsgemeinde mit 753000 Euro. Das Land ist mit 230 000 Euro beteiligt, der Kreis mit 223 000 Euro, die Trägergesellschaft Kita GgmbH Trier mit 30 000 Euro, die Kirchengemeinde mit 10 000 Euro und das Bistum mit den verbleibenden 207 000 Euro. Bauträger ist die Kirchengemeinde St. Hubertus. Insgesamt bietet die Kita nun 135 Kindern Platz. Darunter sind vier Regelgruppen mit insgesamt 95 Kindern zwischen drei und sechs Jahren. 30 Kinder zwischen zwei und drei Jahren besuchen die beiden Nestgruppen, ferner gibt es eine Krippengruppe für die zehn ganz Kleinen im Alter zwischen null bis zwei Jahren. Für die Kinder in den sieben Gruppen sorgen 24 Erzieherinnen. 73 Kinder kommen ganztags. Für sie kochen drei Hauswirtschaftskräfte täglich frisch und saisonal. sys