Hetzerather diskutieren IRT-Erweiterung

Wirtschaft : IRT-Erweiterung ist das Thema

Bürger und Politker diskutieren in Hetzerath die Vergrößerung des Industriegebietes.

Seit Jahren laufen Planungen, den Industriepark Region Trier (IRT) in Richtung Hetzerath zu erweitern (der TV berichtete mehrfach). Die Netto-Ansiedlungsfläche soll 40 Hektar betragen. Viele Betriebe haben bereits ihre Fühler nach Grund und Boden ausgestreckt. Doch in der Ortsgemeinde Hetzerath findet die Überlegung, den Industriepark bis auf 500 Meter an den Ort wachsen zu lassen, nicht nur Befürworter. Auch im Ortsgemeinderat ist man dazu nicht einer Meinung. Um die Diskussion und wohl auch die Entscheidungsfindung voranzubringen, lädt die Ortsgemeinde am Mittwoch, 23. Oktober, 19 Uhr, zu einer weiteren Einwohnerversammlung ins Bürgerhaus ein. Die vorangegangene Veranstaltung zum Thema IRT war mit 120 Bürgern gut besucht. Dennoch gibt es im Ort noch Gesprächsbedarf. Wie Ortsbürgermeister Werner Monzel verrät, formiere sich im Ort eine Protestbewegung gegen die Planung. Auf der Einwohnerversammlung wolle er nochmal über den aktuellen Sachstand informieren. „Ich werde sagen, dass wir für eine Erweiterung Forderungen zum Wohle unserer Bürger gestellt haben.“ So sollten im Bebauungsplan oder in Verträgen gewisse „emissionsbehaftete Nutzungsarten“ für das Areal ausgeschlossen werden. Eine Bitumenmischanlage, sagt Monzel, mache man nicht mit. „Das ist für uns ein K.o.-Kriterium.“ Zudem fordere man, dass für die bestehende Bauschuttbrechanlage, die man im Dorf höre, weitere Lärmschutzmaßnahmen umgesetzt würden. „Und Lastwagen über 7,5 Tonnen neuangesiedelter Firmen sollen nicht durch den Ort fahren dürfen.“ Außerdem sei im Falle einer Erweiterung ein Lärmschutzwall zwischen der Bebauung und dem Industriegebiet geplant, sagt Monzel. „Dass mit dem LKW-Verkehr etwas getan wird und Betriebe, die wir nicht haben wollen, ausgeschlossen werden: es gibt also eine Latte voller Möglichkeiten, um Lärm und Geruch zu reduzieren.“ Auf der Einwohnerversammlung wolle auch IRT-Geschäftsführer Reinhard Müller erklären, wie der IRT mit den Forderungen der Ortsgemeinde umzugehen gedenke. Danach sei Zeit für Dialog und die Fragen der Bürger, sagt Monzel. Im Ortsgemeinderat sei der nächste Schritt, zu entscheiden, ob die Ortsgemeinde die Planungshoheit an den IRT übertrage. „Ohne diese Übertragung kann der IRT nicht erweitert werden.“

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