Hilfe bei der Trauer

SIMMERN. (dju) Der Tod des eigenen Kindes - ob während der Schwangerschaft, nach der Geburt oder während der ersten Lebensjahre - ist für Eltern ein schreckliches Erlebnis. Hier will die Schwangeren- und Schwangerschaftskonfliktberatung des Evangelischen Kirchenkreises Simmern-Trarbach Hilfe für Betroffene anbieten und eine Selbsthilfegruppe gründen.

"In unserer Arbeit stellen wir immer wieder fest, wie groß der Bedarf an einem solchen Angebot ist", sagt Annerose Renner-Fey, Sozialarbeiterin in der Schwangerenberatung Simmern. Bis vor wenigen Jahren gab es eine Selbsthilfegruppe, deren Arbeit aber durch den Wegzug der theologischen Begleiterin eingestellt wurde. Eine der damaligen Mitbegründerinnen dieser Gruppe, Marianne Assmann, half nun mit, eine solche Gruppe für die Hunsrück- und Moselregion zu initiieren. "Die betroffenen Eltern müssen derzeit bis nach Mainz fahren, um Gruppen mit Menschen zu finden, die einen ähnlichen Schicksalsschlag verarbeiten müssen", erzählt Annerose Renner-Fey. Darum soll im November in der evangelischen Schwangerenberatung in Simmern im Ernst-Gillmann-Haus eine begleitete Selbsthilfegruppe für trauernde Eltern gegründet werden. Das erste Treffen ist für Donnerstag, 25. November, um 19.30 Uhr geplant. "Die Teilnahme ist an keine Religionszugehörigkeit oder Weltanschauung gebunden", betont die Beraterin, die die Organisation und die Moderation der Gruppe übernehmen wird. Sofern Betroffene nicht sofort in eine Gruppe möchten, bietet die Schwangerenberatung auch die Möglichkeit eines ersten Einzelgesprächs an, um so Hemmschwellen abzubauen oder Kontakte zu erleichtern. Betroffene Eltern können sich für Informationen an die Schwangerenberatung des Evangelischen Kirchenkreises Simmern-Trarbach, Römerberg 3, in Simmern wenden. Telefonnummer 06761/9178-69 oder -86.