Himmerod erforscht seine Geschichte

Himmerod erforscht seine Geschichte

Bei einem Symposion in der Zisterzienserabtei Himmerod haben Wissenschaftler neueste Forschungsergebnisse über die Geschichte des Klosters präsentiert.

Großlittgen. (red) Gab es schon Besiedlungen in der Großlittgener Gemarkung, ehe die Zisterziensermönche dorthin kamen? Wie verhält es sich mit dem Eisen und den Klosterbrüdern? Himmerod war der zweitgrößte Weinanbauer an der Mosel - nach dem Kurfürsten - also eine mächtige Wirtschaftsmacht in der Südeifel. Waren dies Gründe, Erzbischof Albero von Trier zu veranlassen, hier ein Kloster mit Zisterziensermönchen anzusiedeln? Diesen und anderen Fragen gingen hochrangige Wissenschaftler während eines Symposions nach, zu dem die Abtei Himmerod unter der Leitung von Pfarrer Georg Kalckert aus Heisterbach eingeladen hatte.

Der Zuspruch war groß, die Fülle an neuen Erkenntnissen beeindruckend. So erfuhr man von 28 Ochsen, diefür für den Transport von Wein gehalten wurden; von Konflikten mit Grafen und Bauern; aber auch, dass Erzbischof Albero das Kloster begründet hatte, damit die Mönche für sein Seelenheil beteten. Deshalb stattete er es prächtig aus, denn als Politiker war er in viele Händel und Kriege verwickelt. Die jüngsten Forschungsergebnisse legte Hans-Peter Kuhnen vor, der den Spuren der Eisenerzgewinnung in der Region nachgegangen ist und dabei um Eisenschmitt, Molitors Mühle und der Himmeroder Gemarkung bemerkenswerte Funde gemacht hat, die es nun genauer zu erforschen gilt. Das Ziel, durch Fachvorträge die Basis für einen natur- und kulturlandschaftlichen Masterplan zu entwickeln, wurde erreicht. In der Umsetzung dürften dann allerdings Politik und Wirtschaft gefragt sein, damit dieses Kleinod der Südeifel wieder seinem Wert entsprechend für die interessierte Öffentlichkeit und als Bereicherung für die Region aufbereitet werden kann.

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