Hin zur Reform

Na endlich: Es sieht tatsächlich so aus, als würde der rheinland-pfälzische Teil des Eifelsteigs doch noch zu einem Zeitpunkt eröffnet, an dem sich noch ein paar Wanderer auf ihre Herbsttour machen.



So erfreulich das ist, so unerfreulich ist das inzwischen lange und für viele nicht nachvollziehbare Genehmigungs- und Prüfungs-Hin-und-Her, das durch die Tatsache verschlimmert wurde, dass mit einigen Privatwaldbesitzern keine Einigung zustande kam und die Route kurz vor Toresschluss nochmals verändert werden musste. Um es deutlich zu sagen: Die Betriebe in der Region, die von dem Premium-Wanderweg profitieren können, haben in diesem Jahr kaum noch eine Chance dazu. Da kann man von Glück sagen, dass am Donnerstag der zuständige Minister auf seiner Sommertour durchs Land in Himmerod Halt machte, um sich über den Eifelsteig zu informieren. Dies hat den am Ende für viele überraschend zügigen Bescheid der SGD Nord sicher nicht verzögert, sondern die Sache beschleunigt, auch wenn dies keiner zugeben wird.

Ganz unabhängig davon, welche wirtschaftlichen Folgen die letzten Hürden auf dem Weg zum Eifelsteig haben, zeigt die Verzögerung auf der letzten Etappe deutlich: Im Land gibt es zu viele Prüf- und Aufsichtsebenen, die teilweise Arbeit doppelt und dreifach machen. Kräftige Reformschritte, die auch den Mut zur Abschaffung von Zwischenbehörden beinhalten, sind daher dringend geboten.