Hingucker für Weitgucker
Wichtige Beschlüsse, die im Ortsbeirat Morbach alle einstimmig getroffen wurden, sollen den Luftkurort Morbach weiter voranbringen. Der "Energiepfad", ein Aussichts-türmchen, ein Bouleplatz und Spielgeräte für den "Ortelsbruch" standen zur Debatte.
Morbach. Der Ortsbeirat kann aus eigenen Budgetierungsmitteln entscheiden, wo investiert wird. Der Rat des Ortsbezirks Morbach entschied sich unter der Leitung von Ortsvorsteher Hans Jung dafür, weiter etwas für die touristische Infrastruktur zu tun."Die Wanderwege sind elementar wichtig für unseren Ort", betonte der Ratschef. Das gelte ganz besonders für den Weg zur Energielandschaft, wo im nächsten Jahr neben den bereits vorhandenen zwölf Windstrommühlen das größte Windrad der Welt aufgestellt wird. Deshalb wurde dieser Wanderweg auch "Energiepfad" getauft. Es werden eine neue Ruhebank installiert und die Beschilderung dem Saar-Hunsrück-Steig angepasst. Auch ein besonderes Logo, das noch entworfen wird, soll auf die Energielandschaft aufmerksam machen.Ein echter "Hingucker für Weitgucker" wird das Aussichts türmchen auf der Anhöhe "Geiersley" direkt am Energiepfad. 5,80 Meter hoch bei einem Durchmesser von 3,30 Meter kann von hier aus weit in den schönen Hunsrück und auf Morbach geblickt werden. Jetzt im Winter werden die Holzstücke dafür geschnitten. Ein Trupp von Fachleuten, die sowas aufbauen können, steht bereit und packt an, sobald es das Wetter im Frühsommer zulässt. 10 000 Euro stehen dafür bereit. "Das Türmchen gab's schon zweimal. Jedesmal fiel es Brandstiftern zum Opfer", bedauert Ortsvorsteher Jung. Trotzdem wird es wieder eine Holzkonstruktion auf einem Betonsockel.Der Boulesport bekommt im Sport- und Freizeitzentrum eine neue Dimension. Um satte 500 Quadratmeter wird der dortige Platz erweitert. "Damit ist das Areal fit für die Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft", erklärte Jung.Und schließlich wird auch noch etwas für die Jüngsten getan. Im Erholungswald Ortelsbruch bekommt der Spielplatz neue Spielgeräte. Ein eigens berufener Ausschuss soll das Angebot prüfen, damit die Kriterien "Spiel, Spaß und Abenteuer" gewährleistet sind. "Bloßes Hin- und Herklettern reicht uns nicht", erklärte der Erste stellvertretende Ortsvorsteher Georg Schuh. Ebenfalls 10 000 Euro will der Rat hier investieren. Bürgermeister Gregor Eibes freute sich über die Einstimmigkeit im Ortsbeirat und auch über eine gute Nachricht vom Deutschen Wetterdienst: Messungen haben eine gleichbleibend gute Luftqualität ergeben, und Morbach darf weiterhin das Prädikat "Luftkurort" tragen.