Hingucker soll Innenstadt beleben
Wittlich · Monatelang war sie verhüllt, längst ist der Blick von außen auf die Alte Posthalterei am Marktplatz wieder frei. Und jeder kann hineinspazieren: Michael Bost aus Schweich und der Trierer Roland Hach haben im Erdgeschoss eine Brasserie eröffnet.
Die beiden Obergeschosse hat die Stadt Wittlich angemietet, die auch die aufwendige Sanierung unter anderem durch Zuschüsse mit möglich gemacht hat. Vor dem Jahreswechsel zeigt im Obergeschoss die Malschule Wittlich Arbeiten junger Nachwuchskünstler. Mit der Alten Posthalterei steht das zweite große innerstädtische Bauvorhaben nach dem Projekt "Altstadt - die Neue" in der Neustraße vor dem Abschluss. Die eigentliche Posthalterei wurde bereits 1726 fertiggestellt, die erhaltene Fassade des barocken Bürgerhauses später. Das Haus gehörte seit 2004 zu Wittlichs prominentesten Leerständen: Davor wurde es bis 2004 noch zum Wohnen genutzt. Seit 1973 führte sein prächtiges Hauptportal, dessen Stufen auf dem Pflaster des Marktplatzes auslaufen, wortwörtlich ins Nichts: Hinter Treppe und repräsentativer Tür war alles abgerissen worden, um Platz für die sogenannte Freckmann-Passage zu machen. Das ist nun Geschichte. Die Gastronomie, die von Anfang an Teil des Sanierungs- und Umbaukonzeptes war, ist zentraler Anker des Konzeptes, das dem innerstädtischen Leben neuen Schwung geben soll.
(sos)/TV-Foto: Christian Moeris