HINTERGRUND

In ganz Deutschland gilt zur Zeit eine Eilverordnung zur Geflügelpest. Für den Kreis Bernkastel-Wittlich sind demnach alle Halter von Hühnern, Truthühnern, Enten und Gänse aufgerufen, dem Fachbereich Veterinärdienst der Kreisverwaltung (Telefon: 06571/14-353) Art, Anzahl, Nutzungsart und Standort ihres Geflügels anzugeben.

Seit Ende April gilt dies auch für Tauben, Fasane, Rebhühner und Wachteln. Für Tauben gilt zudem ein generelles Flugverbot. Geflügel darf aus einem Bestand nur wegtransportiert werden, wenn innerhalb von 24 Stunden vor der Abgabe eine tierärztliche Untersuchung keine Hinweise auf die Geflügelpest ergeben hat. Geflügelmärkte und ähnliche Veranstaltungen sind bis auf weiteres untersagt. Der Fachbereich Veterinärdienst der Kreisverwaltung weist die Geflügelhalter und Verbraucher im übrigen auf folgendes hin: Der Erreger der Geflügelpest hat über die Ernährung keinen Einfluss auf die menschliche Gesundheit. Alle im Handel befindlichen Geflügelprodukte können bedenkenlos verzehrt werden. Da die Geflügelpest nicht nur durch direkten Kontakt von erkranktem zu gesundem Geflügel übertragen wird, sondern auch durch mit dem Erreger verschmutzte Gegenstände wie Stallgeräte, Eierpappen, Futter, Mist, Fahrzeuge und den Menschen (Kleidung, Schuhe) weiterverbreitet wird, müssen solche Kontakte vermieden werden. Alle seuchenvorbeugenden Maßnahmen wie regelmäßige Reinigung und Desinfektion, Wechsel der Kleidung und Schuhe beim Betreten des Stalles, kein Austausch von Geräten zwischen verschiedenen Geflügelhaltungen, Minimierung des Personen- und Fahrzeugverkehrs müssen strikt eingehalten werden. mai