HINTERGRUND

Blutspende Die Blutgruppe Null, Rhesusfaktor negativ, ist die gefragteste Blutgruppe, da sie zumindest theoretisch universell einsetzbar ist. In der Praxis wird jedoch ein Bedürftiger außer im absoluten Notfall stets das seiner Gruppe entsprechende Blut übertragen bekommen, weil die Verträglichkeit dann eher gewährleistet ist. Nur Menschen mit Blutgruppe AB entwickeln nach der Geburt keine Antikörper gegen andere Blutgruppen, die Blutgruppe A trägt hingegen Antikörper gegen B im Lebenssaft, B gegen A, Null gleich gegen A und B. Generell werden sämtliche Blutgruppen gebraucht: Ob A positiv (37 Prozent der Bevölkerung), Null positiv (35), B positiv (9), A negativ (6), Null negativ (6), AB positiv (4), B negativ (2), AB negativ (1). Im selben Verhältnis, in dem die einzelnen Blutgruppen in der Bevölkerung auftreten, werden sie schließlich auch in der Praxis benötigt. Frauen mit Kinderwunsch sollten unbedingt ihren Rhesusfaktor kennen. Bringt eine rhesus-negative Mutter ein rhesus-positives Kind zur Welt, können die in ihrem Körper nach der Geburt entstehenden Antikörper das Leben jedes folgenden Kindes bereits im Mutterleib bedrohen. Frauen dürfen pro Jahr höchstens zwei Liter Blut spenden, Männer höchstens drei.(peg)