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Hiobsbotschaft kam am Ende des Jahres

Hiobsbotschaft kam am Ende des Jahres

THALFANG. Ein Rückblick aufs alte und ein Ausblick aufs neue Jahr standen im Mittelpunkt des Neujahrsempfangs der Ortsgemeinde Thalfang. Außerdem wurde das 20-jährige Wirken von Franz-Josef Gasper als Ortsbürgermeister des Luftkurorts gewürdigt.

Was waren die wichtigsten Ereignisse des vergangenen Jahres? Thalfangs Ortsbürgermeister Franz-Josef Gasper erinnerte die Gäste im Haus der Begegnung zunächst an die Insolvenz der Diamantquelle im Januar. Im März sei es unter der neuen Führung von Hochwald-Sprudel weitergegangen. Bereits im Juni sei das Werk voll ausgelastet gewesen. Und derzeit entstehe eine weitere Abfüllanlage im Haardtwald. Wasser aus dem Röderbachtal könne theoretisch auch eine dritte Anlage speisen. "Für Malborn nicht so gut, für Thalfang gut", kommentierte der Bürgermeister lakonisch. "In den Mühlenfeldern" stehe bereits ein Wohnhaus, drei Bauplätze seien verkauft und zwei weitere in Vorbereitung, während man in Bäsch derzeit ein weiteres Baugebiet ins Auge fasse. Insgesamt halte die Gemeinde Flächen in einem Wert von 1,9 Millionen Euro vor. "Die Hiobsbotschaft kam am Ende des Jahres", kommentierte der Dorf-Chef die Schließung des Fleischwerks. Die Politik sei nicht untätig gewesen, "auch wenn es nicht jedes Mal in der Zeitung stand". Gasper bemängelte die Informationspolitik des Unternehmens. Man sei vor vollendete Tatsachen gestellt worden. Er machte darauf aufmerksam, dass Vorstand und Aufsichtsrat ausschließlich mit Milchbauern besetzt gewesen seien. "Und die Landwirte wollen Dividende haben", sagte Gasper weiter. Was die Vermarktung von Gewerbeflächen angehe, möge sich die Wirtschaftsförderung stärker ins Zeug legen, äußerte er einen Wunsch für 2006. Ende Januar finde ein Gespräch mit den Investoren für das Areal am ehemaligen Hallenbad statt. Reinhold Anton, erster Beige-ordneter von Verbands- und Ortsgemeinde Thalfang, richtete Grüße von VG-Bürgermeister Hans-Dieter Dellwo aus, der sich entschuldigen ließ, und erinnerte an ein Jubiläum des vergangenen Jahres: Seit 20 Jahren ist Gasper als Ortsbürgermeister tätig. "Lieber Seppi, es waren gute und erfolgreiche Jahre", lobte Anton und wünschte dem überraschten Jubilar auch für die Zukunft eine glückliche Hand. Anschließung ließ er das Jahr 2005 im Rahmen einer Foto-Schau Revue passieren - vom Neujahrsempfang 2005 bis zum Weihnachtsmarkt in Bäsch. Das Quartett "Flauti Giocosi" umrahmte die Veranstaltung musikalisch.