Historische Pflanzaktion
150 Menschen aus Heidenburg und den umliegenden Ortschaften haben anlässlich des "Tag des Baumes" am historischen Moment der Neupflanzung einer Traubeneiche am Standort des ehemaligen sagenumwobenen Baumriesen beim Heidenburger-Hof teilgenommen.
Heidenburg. Mit einem Waldinformationsrundgang, bei dem Revierförster Peter Meyer die Teilnehmer hauptsächlich über Eichenbäume informierte, begann die Baumpflanzung. Eichen garantieren laut Meyer "durch ihre Standfestigkeit eine hohe Produktsicherheit", und seit jeher werde ihr Holz wegen des hohen Nutzwerts sehr geschätzt. Höhepunkt der Veranstaltung, die musikalisch von der Jagdhornbläsergruppe aus Neumagen-Dhron begleitet wurde, war die Pflanzung einer mit hoher Sicherheit aus dem Heidenburger Forst stammenden, knapp 20 Jahre alten Traubeneiche durch Waldarbeiter des Forstverbandes Büdlich. "Jahrtausende hat die ,Alte Eiche' hier gestanden, sagenumwoben und alt, ein Relikt aus grauer Vorzeit. Alt - aber nicht unsterblich. Wir haben uns heute getroffen, um eine ,Neue' zu pflanzen, und das in der Hoffnung, dass wir kommenden Generationen eine Konstante weitergeben können, zwischen Vergangenheit und Zukunft", sagte Heinz Hüllenkremer, Besitzer des Hofgutes und Initiator der Pflanzaktion. Von jeher ein beliebtes Wanderziel
Er und Ortsvorsteher Dietmar Jäger legten einen Stahlbehälter mit einem Stück Rinde der uralten Eiche und mit Dokumenten von Heidenburg und des Heidenburger-Hofes in das Pflanzloch. Die sagenumwobene "Dicke Eiche", wie der Volksmund sie nannte, war von jeher ein beliebtes Wanderziel. Ihr wurde ein Alter von 2000 Jahren nachgesagt. Urkundlich wurde sie erstmals um 1300 erwähnt. 1925 hatte der inzwischen hohl gewordene Stamm einen Umfang von sieben Metern. Um den Baumriesen zu erhalten, wurde der Hohlraum mit Zement ausbetoniert. Der Verfall des vielbesuchten Naturdenkmals nahm jedoch weiter zu, sodass es 1964 aus Sicherheitsgründen gesprengt werden musste.