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Historisches über Hexen und Hysterie

Historisches über Hexen und Hysterie

Der Freundeskreis der alten Klosterbibliothek der Augustiner-Chorherren lädt zusammen mit der Pfarr- und Zivilgemeinde Klausen für Sonntag, 23. November, 18 Uhr, zu dem Vortrag "Zwischen Himmel und Hölle. Beobachtungen eines Eberhardsklausener Mönches zum Hexenwesen an der Wende vom 15. zum 16. Jahrhundert.

" in das Pilgerzentrum "Eberhardsklause" ein. Mit Dr. Walter Rummel vom Landeshauptarchiv Speyer konnte ein Experte für die Hexenproblematik in der Region gewonnen werden, der zum ersten Mal die Bedeutung der Klausener Klosterchronik für die Hexenforschung aufzeigt. Der Eintritt ist frei. Um eine Spende zum Erhalt der Klosterbibliothek wird gebeten.
Zum Hintergrund: Gegen Ende des 15. Jahrhunderts kam es im Kurfürstentum Trier zu einer ersten "Hexenhysterie", die viele unschuldige Opfer forderte. Augenzeuge dieser Entwicklung war Wilhelm von Bernkastel aus dem Augustiner-Chorherrenkloster Eberhardsklausen, der darüber berichtete. Erwähnt werden Anklagen und Prozesse, die sich nicht mehr gegen einzelne Hexen, sondern gegen eine vermeintliche Hexensekte richteten, deren Mitglieder bei nächtlichen Treffen zusammenkamen. So geschehen 1497 in der unmittelbaren Umgebung des Klosters Eberhardsklausen, auf der Hetzerather Heide, d e m Hexentanzplatz der Region Trier. Die Teilnehmer konnten nur durch das beherzte Läuten der Klausener Glocken in die Flucht geschlagen werden. red