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Hochmoselbrücke als Thema beim Forum Wirtschaft am Hahn

Hochmoselbrücke als Thema beim Forum Wirtschaft am Hahn

Die Auswirkungen des Hochmoselübergangs auf die regionale Entwicklung stand auf dem Programm des zwölften Forums Wirtschaft Rhein-Hunsrück, das von der Kreishandwerkerschaft Rhein-Nahe-Hunsrück, dem Regionalrat Wirtschaft, den Wirtschaftsjunioren, der IHK sowie der Kreisverwaltung Rhein-Hunsrück organisiert wurde. In der Aula der Landespolizeischule beleuchteten zwei Referentinnen das Thema aus aktueller sowie aus historischer Sicht.

Prof. Dr. Gabi Troeger-Weiß von der Universität Kaiserslautern stellte die Ergebnisse einer von ihr verfassten Studie vor. Einer ausführlichen Standortanalyse, die sich mit drei Landkreisen und neun Verbandsgemeinden befasste, folgte die Schlussfolgerung, dass eine optimale Verkehrserschließung zwar Hauptkriterium für die Ansiedlung von Unternehmen sei. Es sei allerdings nicht damit zu rechnen, dass sich durch die neue West-Ost-Achse namhafte Großunternehmen entlang der Strecke niederlassen werden. Es bestünden ausreichende Flächen für Industrie- und Logistikunternehmen. Hier liege eine Chance für Neuansiedlungen.
Unabdingbar dafür, dass die Vorteile der Verbindung zwischen den Nordseehäfen und dem Rhein-Main-Gebiet funktioniere, sei jedoch, dass man in diesen Regionen intensives Standortmarketing betreibt, empfahl die Referentin. Darüber hinaus regte die Professorin an, interkommunale Gewerbeflächen zu entwickeln. Gebietskörperschaften könnten die Flächen gemeinsam erschließen und die Kosten dafür untereinander aufteilen. Unabdingbar seien Wirtschafts- und Einzelhandelskonzepte. Der fertige Hochmoselübergang biete für die Verbandsgemeinde Kirchberg eine noch bessere Erreichbarkeit für Handel und Gewerbe, beispielsweise für Handwerks- und Logistikunternehmen. Der Industriepark Simmern werde durch die neue Brücke zusätzlich aufgewertet. Dr. Rosemarie Cordie vom Archäologiepark Belginum ging im Anschluss auf die 2500 Jahre alte Verbindungsstraße der Römer ein, von der im Belginum ein 400 Meter langes und vier Meter breites Teilstück zu sehen ist. Auch bereits zur Römerzeit sei ein gut ausgebautes Straßennetz essenziell für Militär und Wirtschaft gewesen, so Cordie: "Straßen waren die Voraussetzungen für das römische Weltreich." red