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Hochmoselübergang: Altrich will's wissen

Hochmoselübergang: Altrich will's wissen

30 Bürger aus Altrich und Umgebung haben sich über die laufenden Arbeiten am Hochmoselübergang schlaugemacht. Nur vereinzelt wurden kritische Stimmen laut.

Altrich. Es ist ein Projekt mit gigantischen Ausmaßen, in das gigantische Summen fließen: Der Bau des Hochmoselübergangs ist für viele Bürger ein schwer greifbares Vorhaben. Das zeigte sich auch bei der Informationsveranstaltung in Altrich, bei dem Vertreter des Landesbetriebs Mobilität an zwei Punkten der Strecke sowie anschließend in der Altreiahalle die Planung erklärten.
Der Ort ist nicht zufällig gewählt, denn die B 50 neu wird vom Kreuz Wittlich-West aus südlich um Altrich herum führen. Im Westen verläuft die A 1, im Norden die neue Ortsumgehung Wengerohr - und Altrich liegt mittendrin. Bei der Infoveranstaltung äußerten Bürger vereinzelt zwar Kritik am Vorhaben, die Mehrzahl stehe ihm aber positiv gegenüber, sagt Bürgermeisterin Heike Knop. Vor allem der besseren Anbindung der Pendler wegen. "Und trotzdem bleiben wir dörflich."
Ein Landwirt klagte darüber, dass hier viel fruchtbares Land zubetoniert werde, und auch der Sinn der Wildbrücken wurde hinterfragt. Ein anderer erkundigte sich, ob beim Abtragen des Erdreichs schon Moselkiese gefunden worden sind. "Wir haben hier alles, vom feinsten Sand bis hin zum wunderschönsten Kies" - aber nicht zum erwerbsmäßigen Abbau geeignet, erklärte Horst Lörsch vom LBM, der mit Kollege Andreas Lamberty auch viele Fragen nach Details der Bauwerke zu beantworten hatte.
"Wir lassen uns überraschen", war am Ende der Tenor vieler Bürger. So richtig vorstellen, wie es am Ende vor ihrer Haustür aussehen wird, können sie es sich wohl noch nicht. uq