1. Region
  2. Mosel, Wittlich & Hunsrück

Hochwald Foods erweitert sein Werk im Hunsrück: 40 neue Arbeitsplätze

Hochwald Foods erweitert sein Werk im Hunsrück: 40 neue Arbeitsplätze

Die Hochwald Foods GmbH, der größte Arbeitgeber in Thalfang, will ihr Werk in den nächsten Monaten erweitern. Um die Planungen vorzustellen hatte der Betrieb gemeinsam mit Ortsbürgermeister Burkhard Graul zu einer Bürgerinformation nach Thalfang eingeladen.

Die Hochwald Foods GmbH, der größte Arbeitgeber in Thalfang, will ihr Werk in den nächsten Monaten erweitern. Um die Planungen vorzustellen hatte der Betrieb gemeinsam mit Ortsbürgermeister Burkhard Graul zu einer Bürgerinformation nach Thalfang eingeladen. Rund 100 Interessierte kamen zur Präsentation, bei der auch Vertreter der Planungsbüros SHI (Oldenburg) und ISU (Kaiserslautern) beteiligt waren.

Graul wies darauf hin, dass es sich bei der Veranstaltung um eine "vorgezogene Öffentlichkeitsbeteiligung" handle. Denn um das neue Gebäude zu bauen, muss der Bebauungsplan für das Gebiet geändert werden. Demnach können in der vorgeschriebenen Frist von zwei Wochen Bürger ihre Bedenken oder Fragen bei der Verwaltung einreichen. Karl Eismann, einer der beiden Geschäftsführer der Hochwald Foods GmbH, stellt die Strategie seiner Firma dar, in deren Folge das Thalfanger Werk erweitert werden soll.

Rund 2000 Mitarbeiter sind derzeit in fünf Werken in Deutschland und den Niederlanden beschäftigt. Eines dieser Werke am Standort Weiding Süddeutschland, soll bis 31. August 2018 geschlossen werden. In diesem Werk wird die bekannte "Bärenmarken"-Milch produziert.

Sie ist, so Eismann, das Flaggschiff im nationalen Markt und soll ab Sommer 2018 unter anderem auch in Thalfang produziert werden. Ebenfalls in Thalfang wird die Dosenmilch "Bonny" für den Markt in Nahost produziert. Auch die Werke in Kaiserslautern und Hungen (Hessen) übernehmen einen Teil dieser Produktion. Deshalb soll die Kapazität des Thalfanger Werks mit einem Neubau und einer zusätzlichen Produktionslinie um 25 Prozent gesteigert werden. "Wir haben uns daher für den Aufbau einer neuen Produktionslinie in Thalfang entschieden", sagt Eismann. Zirka 40 neue Arbeitsplätze sollen damit für Thalfang geschaffen werden - vom Maschinenführer bis zum Lagerarbeiter.

Bis September soll das im Industriegebiet befindliche alte Fleischwerk abgerissen werden. Anschließend soll eine Dosenmilch-Abfüll-Linie mit Technik- und Sozialräumen und einer Tankanlage errichtet werden. Insgesamt sollen 13?500 Quadratmeter Fläche bebaut werden.

Die Gebäude werden zwischen 16 und 18 Meter hoch, was durch die Hanglage etwas abgemildert werde, so der zuständige Architekt der SHI Planungsgesellschaft. Zudem kämen noch Tanks in einer Höhe von zirka 30 Meter hinzu. Günter Beckermann vom Planungsbüro ISU in Kaiserslautern hat anschließend den Bebauungsplan mit seinen neun Hektar Fläche vorgestellt. Demnach seien die Lärmschutzvorgaben und weitere Richtlinien erfüllt. "Auch der Verkehr gehört zum Bebauungsplan", sagte Beckermann. Durch die neue Bebauung müsse die Verkerhsführung geändert werden. Die neue Fläche soll über die Hunsrückhöhenstraße erschlossen werden. "Deshalb wird der Verkehr in der Bahnhofstraße zurückgehen", sagt der Experte.

Die Straße "Zur alte Ziegelei" würde dann im Betriebsgelände enden. Daraufhin wurde im Publikum die Frage laut, ob das Gewerbegebiet Vormwald, das sonst über die "Ziegelei" angefahren wird, weiterhin über die Hunsrückhöhensraße erreichbar bleibe. Denn über diese Straße führe eine Produktionsbrücke der Hochwald Foods, die eventuell höher gebaute LKW behindern könnte.

Auf TV-Nachfrage erläuterte Pressesprecherin Kathrin Lorenz: "Die Durchfahrthöhe an der Hunsrückhöhenstraße beträgt 4, 70 Meter. Wir werden sicherstellen, dass die Erreichbarkeit des Gewerbegebietes nicht beeinträchtigt wird." Nach dieser nun erfolgten frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit folgt der Entwurf der Bebauung mit Gutachten, anschließend wird der konkrete Plan öffentlich ausgelegt.

Auch dann können Bürger und Behörden Stellung beziehen. Diese werden anschließend ausgewertet und im letzten Schritt hat der Bebauungsplan dann Rechtskraft. Kathrin Lorenz: "Nach der Teilbaugenehmigung soll im Herbst mit den Erdbau- und Gründungsarbeiten begonnen werden. Die komplette Fertigstellung mit allen Maßnahmen ist für 2019 geplant." Das Projekt werde insgesamt ein Kostumenvolumen im zweistelligen Millionenbereich haben, so Lorenz.