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Hochwald Foods plant Erweiterung

 Die Produktion bei der Hochwald Molkerei läuft gut. Foto: Hochwald Foods GmbH
Die Produktion bei der Hochwald Molkerei läuft gut. Foto: Hochwald Foods GmbH
Thalfang. Thalfang Die Hochwald Foods in Thalfang ist einer der größten Arbeitgeber im Hunsrück. In der Konzernzentrale in Thalfang sind 460 Mitarbeiter beschäftigt. Hans-Peter Linz

An acht Standorten werden jährlich 2,28 Milliarden Kilogramm Milch verarbeitet. In Thalfang will das Unternehmen sich nun vergrößern. Das wurde bei der jüngsten Sitzung des Ortsgemeinderates in Thalfang deutlich. Es ging nämlich um die Aufstellung eines Bebauungsplans für ein Gelände in der Nähe des aktuellen Standortes. Ortsbürgermeister Burkhard Graul erläuterte, dass es sich bei dem Gelände um das alte Fleischwerk und die alte Bäckerei handele. Die Firma habe in ihrem Bestand keine Möglichkeiten mehr, sich zu erweitern, unter anderem auch, weil das Gelände durch die B 327 begrenzt wird. Deshalb soll ein zusätzlicher Neubau entstehen, so Graul. Das sieht der Bürgermeister optimistisch: "Nach meinem Wissensstand geht es um eine Erweiterung. Das ist schon eine gute Investition von der Hochwald. Das gibt ja wahrscheinlich auch neue Arbeitsplätze." Das Gremium stimmte dem Beschluss zu, für das Gebiet den benötigten Bebauungsplan aufzustellen. Kathrin Lorenz von Hochwald Foods bestätigte das auf TV-Nachfrage: "Hochwald hat vor, die Produktion am Standort Thalfang zu erweitern. Der genaue Zeitplan und Umfang wird derzeit erarbeitet."

In der Einwohnerfragestunde ging es um die Verkehrsführung in Thalfang. Nach einer ersten Verkehrsschau sollte geprüft werden, ob im gesamten Ort in Zukunft rechts vor links gelten soll. Bürgermeister Graul entgegnete, dass dies noch in den Gremien besprochen wird und man eine weitere Verkehrsschau abwarten will. Grundsätzlich werde eine Verkehrsberuhigung in Thalfang begrüßt. Den Wunsch, den abgestellten Brunnen an der Spießbratenhütte wieder laufen zu lassen, konnte Graul nicht erfüllen. Das Wasser komme zwar gratis aus der Quelle, aber die Gemeinde müsse dafür 3000 Euro jährlich Abwassergebühren bezahlen. Und das lasse der Haushalt nicht zu.