Hochwasserschäden noch aktuell

Was kostet die Beseitigung des Hochwasserschadens durch den Rommelsbach an der Kita Jahnplatz? Das ist noch unklar. Die Arbeiten laufen. Man hofft, dass ab 1. November der volle Kita-Betrieb aufgenommen werden kann.

Wittlich. Ein Rinnsal wird zu einem bedrohlichen, braunen, wilden Gewässer. Land unter in der Kita am Jahnplatz! So war das Ende Mai. Erzieherinnen und Eltern rückten gemeinsam den Fluten zu Leibe, versuchten zu retten, was zu retten war. Bald darauf war klar: Das schlammige Wasser war in die Dämmung gelangt, hatte den Fußboden durchnässt. Die Folge: Um die Schäden zu beheben, muss ein Teil der Kinder umziehen. Aktuell sind dort 124 Kinder angemeldet. Davon werden laut Jan Mußweiler, Pressesprecher der Stadtverwaltung, gegenwärtig 55 am Standort Jahnplatz betreut. Damit wären 69 anderweitig verteilt. Das ist nicht die Maximalzahl. "Im Rahmen der erforderlichen Sanierungsarbeiten in der Kita Jahnplatz wurde die Auslagerung von bis zu 95 Kindern erforderlich. Die verbliebenen Kinder können während der Sanierungsarbeiten am Standort Jahnplatz betreut werden", sagt Jan Mußweiler auf TV-Nachfrage.
Dabei seien die jungen Wittlicher nach Abstimmung mit allen Beteiligten und Eltern wie folgt verteilt: Im Stadthaus Wittlich, Schloßstraße 11 im ehemaligen RWE-Kundencenter kommen bis zu 51 Kinder im Alter von fünf und sechs Jahren unter. Bis zu 29 Dreijährige und bis zu viereinhalb Jahre alte Kinder können im evangelischen Kindergarten Vitelliuspark betreut werden und weitere 15 am Kinderhort Jahnplatz.
Der Betrieb in den Ersatzstandorten läuft seit dem 18. Juli. Laut Mußweiler endet die Betriebserlaubnis dafür am 31. Oktober und: "Gegenwärtig wird eine technische Trocknung und Desinfektion durchgeführt, die in Kürze abgeschlossen sein wird. Am 19. September wird mit dem Wiederaufbau im Altbau begonnen." Was die Beseitigung der Schäden die Stadt kosten wird, ist unklar, da konkrete Rechnungen noch ausstehen.
Nach einer ersten Bilanz im Juli hat man mit 150 000 Euro kalkuliert. Eine Rechnung über rund 10 000 Euro Gutachterkosten gebe es. Weiterhin wurden per Eilentscheidung Aufträge zur Gebäudetrocknung und Desinfektion für einen Bruttoangebotspreis von rund 53 000 Euro und für die Erneuerung des Bodenbelags im Altbau für rund 49 000 Euro erteilt. Mußweiler betont, das dafür aber noch keine Rechnungen vorliegen und sagt weiter: "Weitere Kosten fallen für die neue Außenabdichtung sowie für weitere Aufbauarbeiten wie beispielsweise Malerarbeiten an, auch hier liegen uns noch keine Rechnungen vor."
Zudem wird es einen "technischen Hochwasserschutz" geben. Mußweiler: "Darunter ist eine Spundwand zu verstehen, die ins Erdreich gerammt ist und etwa einen halben Meter über das Geländeniveau hinausragt."

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