Hoffen auf Dorferneuerung

Im Rahmen der Dorferneuerung will Maring-Noviand das Problem der Leerstände im Ort anpacken. Derzeit sind allein im Ortsteil Maring knapp 30 Häuser verwaist.

 Leer stehende Häuser sind seit Jahren ein Riesenproblem insbesondere im Ortsteil Maring. TV-Foto: Ursula Schmieder

Leer stehende Häuser sind seit Jahren ein Riesenproblem insbesondere im Ortsteil Maring. TV-Foto: Ursula Schmieder

Maring-Noviand. (urs) Die Nachfrage im Neubaugebiet "An der Römerkelter" könnte besser sein. Sechs von 22 Grundstücken hat die Gemeinde Maring-Noviand bisher verkauft.

Angesichts zwei weiterer Interessenten ist Hans-Josef Edringer aber optimistisch, das sich im Laufe des Jahres einiges tun wird. Echte Sorgen bereiten hingegen die vielen verwaisten Häuser im Ort. Laut Edringer sind allein in Maring 28 Häuser unbewohnt - davon etliche seit mehr als 20 Jahren. Da es sich um Privateigentum handelt, sind dem Gegensteuern Grenzen gesetzt. "Die Gemeinde wird nicht in der Lage sein, die Häuser zu kaufen und zu sanieren", macht Edringer deutlich.

Daher hofft er auf die Fortschreibung des 1980 angelaufenen Dorferneuerungskonzeptes. Im ersten Schritt werde ein Plan erstellt. Zu den Kosten von 15 000 Euro steuere das Land 5000 Euro bei. Abgesehen davon sollen im Rahmen einer Dorfmoderation Eigentümer eingeladen und informiert werden. So etwa über Fördermöglichkeiten von Land, Kreis und Verbandsgemeinde. Ein Programm der Ortsgemeinde gibt es laut Edringer nicht. Ohne die Mitarbeit der Bevölkerung seien der Gemeinde jedoch die Hände gebunden: "Die Haushaltsmittel sind knapp - daher müssen die Bürger mitziehen." Abgesehen von diesem auf Jahre angelegten Vorhaben will Maring-Noviand 2009 in den Nachwuchs investieren. Die beiden Dorf-Spielplätze sollen auf Vordermann gebracht werden und der Kindergarten soll eine neue Küche erhalten.

Daneben soll nach wie vor der Brunnen in Noviand umgestaltet werden, was knapp 50 000 Euro kosten wird. Ohne Zuschüsse wird sich aber weder am Brunnen etwas tun, noch im Kindergarten.

Dennoch präsentiert sich der diesjährige Hauhalt nicht etwa in einem schlechten Licht. Bei 1 406 400 Euro Erträgen und 1 375 300 Euro Aufwendungen wird voraussichtlich ein Überschuss erwirtschaftet. Allerdings fällt dieser geringer aus als die rein rechnerischen 31 100 Euro, in denen vorsorgliche Abschreibungen wie für Renovierungen noch nicht enthalten sind. Ein positiver Aspekt des Haushalts ist das Einkommenssteuer-Plus von voraussichtlich 44 000 Euro gegenüber 2008. Dem gegenüber stehen um 41 000 Euro reduzierte Schlüsselzuweisungen des Landes. Erfreulich sind die niedrigen Schulden. Laut Kämmerer Günter Wagner beziffern sich die langfristigen Verbindlichkeiten auf 67 000 Euro (Stand 31. Dezember 2008). Pro Bürger sind das 43,72 Euro, die deutlich unter dem Landesschnitt (385 Euro) liegen. Steuerhebesätze und Gebühren bleiben 2009 gleich.

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