Hoffnung für ruandische Kinder

In Inshuti Zacu, dem Patenkinderheim der Fußballer des Spielkreises Mosel in Kigali, tut sich was. Unter anderem gibt es eine neue Lehrerin.

Foto: (m_kreis )

Bernkastel-Wittlich (red) Seit fast zwei Jahrzehnte betreuen die Fußballer die meist schwerstbehinterten Kinder und Jugendliche in Inshuti Zacu, dem Behindertenheim in der Hauptstadt des rheinland-pfälzischen Partnerlandes Ruanda. Grundlage der Unterstützung war und ist eine Patenschaft für einzelne Kinder und die Heimbetreuung insgesamt. Das Interesse an einer solchen Patenschaft geht mittlerweile weit über die Hilfsbereitschaft im Kreis der Fußballer hinaus.
Alois Stroh ist jährlich mit Ausbildungsmaßnahmen durch Landessportbund und Fußballverband Rheinland vor Ort und hat dadurch immer einen direkten Einblick in die Hilfsmaßnahmen. Er stellt fest: "Am Anfang unserer Hilfen war es vor allem die Wasserversorgung, danach der Ausbau des Heimes und zuletzt mit dem Aufbau einer Kaninchen- und Hühnerzucht unser Bestreben, das Heim zukunftsfähig und unabhängiger von der dauernden Unterstützung zu machen. In den vergangenen Jahren ging es darum, die Situation der Betreuung der rund 30 Heimkinder durch die Schwestern des katholischen Ordens ,Amies des Pauvres' (Freundinnen der Armen), zu verbessern." Das Heim hatte einen Antrag an das Koordinationsbüro des Landes Rheinland-Pfalz, das die Umsetzung vor Ort koordiniert und kontrolliert gestellt. Und die Fußballer helfen bei der Umsetzung. Schwestern des Ordens erhalten in einem Studiengang an der Uni Kigali eine spezielle Ausbildung für die Behandlung und den Umgang mit schwerstbehinderten Kindern. Ein Physiotherapeut und eine Lehrerin wurden neu eingestellt und haben ihre Arbeit aufgenommen. Jedes Kind erhält mehrmals wöchentlich physiotherapeutische Behandlung. Jedes Kind, das aufgrund seiner Behinderung irgendwie in der Lage ist, geht in die heimeigene Schule.
Physiotherapeutisches, ergotherapeutisches und Material für die Schule wird angeschafft. Das Heim hat zukünftig mit Hilfe der Moselfußballer spezielle Stühle, Tische, sensomotorisches Spielzeug, Schul- und Arbeitskleidung, Lehrbücher, Gymnastikbälle, Kissen, Stehrahmen, Gummimatten, Kinderwagen, Baukasten zum Training der Psychomotorik und Spielspiralen zur Verfügung.
Weitere Informationen zum Projekt unter <%LINK auto="true" href="http://www.fussballer-helfen-ruanda.de" text="www.fussballer-helfen-ruanda.de" class="more"%>.

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