Hollywood an der Mittelmosel

Die Tourismus-Saison in Bernkastel-Kues verlief gut. Die Zahl der ausländischen Gäste stieg stark an. Nun soll der deutsche Markt wieder mehr beackert werden. Dazu dient auch das neue Gästejournal.

Bernkastel-Kues. Wer an Bernkastel-Kues denkt, denkt an Fachwerk und Romantik. 2007 haben sich das offenbar auch die Rundfunksender gedacht. "Ein Filmteam nach dem anderen war in der Stadt", berichtet Sylvia Westermann, die Lei terin des Mosel-Gäste-Zentrums. Am meisten bekannt werden dürfte die Stadt durch "Tierisch verliebt", der 2008 zur besten Sendezeit in der ARD zu sehen sein wird. Der Liebesfilm wurde im Herbst in Bernkastel-Kues und umliegenden Orten gedreht. In aller Munde ist auch der Weihnachtsmarkt, der noch bis 23. Dezember dauert. "Vier Filmteams waren bisher da", erzählt Westermann. "Der Weihnachtsmarkt bringt der Stadt ein positives Image", sagt sie und spricht von einem "vierwöchigen Event". Es belebe Handel und Gastronomie. Wie andere in der Stadt, wünscht sie sich aber einen größeren "Solidarbeitrag" aus dem Bereich von Gastronomie und Hotellerie, weil die stark vom Weihnachtsmarkt profitieren. Auch wenn das Zahlenwerk noch unvollständig ist: Die Tourismus-Bilanz der Monate Januar bis einschließlich September liest sich gut. In diesem Zeitraum wurden nach Auskunft von Westermann in der Stadt allein 122 000 Übernachtungsgäste registriert. Die Zahl der Tagesgäste ist viel höher. Die Zahl der Übernachtungen lag bei etwa 540 000. "Zehn Prozent mehr als 2006", freut sich die Tourismus-Chefin. Ein Viertel dieser Gäste kommt aus dem Ausland: In erster Linie sind es Niederländer, Skandinavier und Engländer. Der deutsche Gast soll in Zukunft auch wieder vermehrt umworben werden. Sylvia Westermann: "Wir werden wieder stärker auf innerdeutsche Messen gehen."In diesen Tagen ist auch das Gästejournal 2008 auf den Markt gekommen: mehr als 90 Seiten geballte Information in einer Auflage von 30 000 Stück. Trotz Internet ist der gute alte Katalog immer noch gefragt. Auf der Titelseite ist erstmals das Logo der "Dachmarke Mosel" zu sehen. "Moselzeit" spricht Gefühle des Betrachters an

Das Journal "Moselzeit" hebt auf den Imageseiten die Stärken der Stadt hervor: Fachwerk, Leute, Landschaft. "Manches ist über das Gästejournal neu zu entdecken", sagt Westermann. Der Prospekt enthält wieder eine Reihe von Pauschalangeboten. Dass sie angenommen werden, zeigt eine weitere Zahl. Der Umsatz stieg von 70 000 Euro im Jahr 2005 auf 130 000 Euro im laufenden Jahr. "Moselzeit" spricht die Gefühle des Betrachters an. Dies soll auch mit dem Internetauftritt geschehen. "Wir wollen ihn noch emotionaler machen", sagt Sylvia Westermann.