Holpriger Weg zum Erlebnispfad

Die Pläne zum Bau eines Erlebnispfades zwischen Cochem und Klotten werden in diesem Jahr wohl nicht mehr realisiert. "Dieses Vorhaben ist noch nicht endgültig vom Tisch, aber es liegt erst einmal auf Eis", sagte der Klottener Ortsbürgermeister Hans-Gerd Loosen. Es scheitert am Geld. Der Bau eines Pfades ist aus Sicht des Klottener Gemeinderates zu teuer.

Cochem/Klotten. (dad) Der Klottener Abschnitt des angedachten Erlebnispfades würde an einer steilen, brüchigen Felswand vorbeiführen. "Nötige Gutachten würden viel Geld kosten", so Ortschef Loosen. "Und welche Gemeinde hat heute schon Geld?" Mit einem Gutachten allein wäre der Wanderweg ja auch noch nicht vor Steinschlag gesichert. Für eine Sicherung des Hanges müssten abermals etliche Euro ausgegeben werden.Mitte Dezember 2006 hatte Rolf Haxel von der CDU-Fraktion in einer Sitzung des Cochemer Stadtrats einen Antrag auf Bau eines Erlebnispfades zwischen Cochem und Klotten gestellt. Der Weg hätte Wanderer unterhalb des Pinnerkreuzes über den Cochemer Herrenberg führen sollen, die alte Feldbahntrasse entlang. Über den Klottener Brauneberg hätten sie zur Burg Coraidelstein weitergehen können. Weil damals noch zu viele Fragen unbeantwortet gewesen waren, hatte der Cochemer Stadtrat die Pläne in die zuständigen Ausschüsse weitergegeben."Der Zug für Fördermittel ist abgefahren"

Nach Auskunft von Rolf Haxel haben die ihre Arbeit auch erledigt: "Ein Lärmschutz-Gutachten lag vor, auf jede Gemeinde wären etwa 10 000 Euro an Kosten für den Bau des Pfades zugekommen. Den Rest hätte man über Fördergelder abdecken können. Vonseiten des Cochemer Rates war alles klar."Umso mehr bedauert Haxel - einer der Initiatoren des Erlebnispfad-Projektes - die ablehnende Haltung des Klottener Gemeinderats. "Ein solcher Wanderweg wäre sicher eine zusätzliche Touristen-Attraktion für Cochem und Klotten gewesen. Zumal andernorts neue Themenwanderwege entstehen." Das Argument der zu hohen Kosten für Klotten lässt Haxel allenfalls eingeschränkt gelten. "Bei der Sicherung des Hanges wäre vermutlich sogar die Bahn mit im Boot gewesen."Ganz aufgeben will der CDU-Mann die Pläne für einen Erlebnispfad zwischen Cochem und Klotten zwar nicht: "Es bringt jedoch nichts, das Ganze bald erneut vorzulegen. Das muss jetzt erst wieder ein Dreivierteljahr ruhen, bevor man noch einmal drüber reden kann. Wie das bei politischen Entscheidungen so ist." Im nächsten Jahr könne man vielleicht einen neuen Anlauf starten. "Aber der Zug für Fördermittel, zum Beispiel aus dem Leader-plus-Programm, ist abgefahren."