Hornissenschwarm greift Kindergartenkinder an

Hornissenschwarm greift Kindergartenkinder an

Hornissen haben am Dienstagmorgen Kinder der Kita St. Stephanus in Monzelfeld angegriffen. Sechs Kinder wurden zum Teil mehrfach gestochen.

Bei einem Hornissenangriff im Monzelfelder Wald wurden sechs Kinder heute Morgen gegen 10.45 Uhr zum Teil mehrfach gestochen. Eins der Kinder reagierte allergisch auf das Insektengift und wurde nach Trier ins Krankenhaus geflogen. Die anderen Betroffenen wurden nach Wittlich in die Klinik gebracht.

Die Kinder waren laut Karl Federmann, Gesamtleiter der Kita Bereich Mittelmosel der Kita GmbH Trier, zusammen mit zwei Erzieherinnen des Mülheimer Kindergartens im Wald unterwegs. Als sich 18 von ihnen auf dem Aussichtspunkt Willhelmshöhe zu einem Picknick niederlassen wollten, haben die Hornissen angegriffen. Federmann geht davon aus, dass die Kinder die Tiere unwissentlich gereizt haben. Ein Hornissennest sei seines Wissens nach nicht zu sehen gewesen, sagt er.

Laut Biotopbetreuer Birger Führ sind die Nester der Hornissen kleiner als die der Bienen oder anderer Wespen. Die Tiere bauen sie in Baumhöhlen, Dachfirsten oder Nistkästen. Führ geht davon aus, dass die Kinder unabsichtlich einem Nest zu nahe gekommen sind. Auch Lärm und Erschütterungen könnten die Tiere reizen.

Generell sind Hornissen nicht so gefährlich wie ihr Ruf vermuten lässt. Wissenschaftliche Untersuchungen haben ergeben, dass ihr Gift weniger stark als das der Bienen ist.

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