Hospizhaus Wittlich: Die Trägerschaft ist gesichert

Kostenpflichtiger Inhalt: Projekt : Alles klar: Hospizhaus kommt 2022

Jetzt ist auch die Trägerschaft der Einrichtung geklärt. Der Standort ist neben dem Altenzentrum St. Wendelinus geplant.

Das Projekt „Hospizhaus für Wittlich“ ist jetzt endgültig in trockenen Tüchern. Anfang dieser Woche wurde die Trägergesellschaft mit dem Namen Katholische Hospizgesellschaft Eifel-Mosel gGmbH gegründet. Zum Geschäftsführer wurde Oliver Winter  bestellt.

Der 47-Jährige ist darüber hinaus als Prokurist bei der St. Raphael Caritas Alten- und Behindertenhilfe GmbH verantwortlich für das Geschäftsfeld Altenhilfe mit drei Altenzentren in Wittlich, Bernkastel-Kues/Ürzig und Mayen.

Gesellschafter der Trägergesellschaft sind mit 76 Prozent die St. Raphael Caritas Alten- und Behindertenhilfe GmbH mit Sitz in Mayen, der Caritasverband Eifel-Mosel-Hunsrück mit acht Prozent, der Caritasverband Westeifel mit acht Prozent, die Ordensgemeinschaft Katharinenschwestern in Münster mit vier Prozent und die Franziskanerbrüder vom Heiligen Kreuz in Hausen (Landkreis Neuwied) mit vier Prozent. Es ist das zweite stationäre Hospiz in der Region Trier. Das erste wurde 2006 in Trier eröffnet.

Zwei Jahre lang hatte eine trägerübergreifende Projektgruppe unter der Leitung von Hanne Benz von der St. Raphael Caritas Alten- und Behindertenhilfe GmbH den Bedarf und die Machbarkeit für ein stationäres Hospiz in Wittlich geprüft.

In einer  Analyse wurde unter Berücksichtigung von Sterberaten, Todesursachen, Verweildauer und Einzusgebieten der Bedarf für ein stationäres Hospiz mit zehn Plätzen nachgewiesen. Die Idee zum Bau eines Hospizhauses in Wittlich kam vom Verwaltungsrat  der Pfarrei St. Markus Wittlich.

Der Standort in Wittlich ist in unmittelbarer Nähe des in der Stadt zentral gelegenen Altenzentrums St. Wendelinus geplant, das zur St. Raphael Caritas Alten- und Behindertenhilfe GmbH gehört (der TV berichtete).

Der Bauantrag  für das Gebäude wird im kommenden Jahr gestellt, Baubeginn  soll dann im Jahr 2021 sein, und mit der Eröffnung wird ein Jahr später gerechnet.

Als zentrale Anlaufstelle im Landkreis Bernkastel-Wittlich soll das Hospizhaus in Wittlich die hospizliche und palliative Begleitung von schwerstkranken und sterbenden Menschen sowie deren Angehörigen bieten, wenn die entsprechende Versorgung zu Hause nicht mehr möglich ist. In einem Hospiz erhalten Sterbende und ihre Angehörigen Begleitung, Beratung und medizinisch-pflegerische Versorgung. Dabei spielt die Kontrolle der verschiedenen Symp
-tome eine große Rolle, unter anderem die Schmerztherapie.

Bei allen pflegerischen und medizinischen Handlungen steht aber der geäußerte oder mutmaßliche  Wille des Schwerkranken an erster Stelle. Außerdem wird für Angehörige der Betroffenen Trauerbegleitung angeboten.

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