Hund soll Katze zum Baden laden

Zur Debatte um die Globus-Eröffnung und die Hela-Schließung in Wittlich und dem Le serbrief "Bußmer soll Flagge zeigen” meint dieser Leser:

Da hat doch der Hela-Betriebsrat so ziemlich auf das falscheste Pferd gesetzt, dem er im regionalen Politikerstall hätte angesichtig werden können und reizte es dann noch mittels eines Mitgliedes der "roten Socken-Front”.

Herr vom Dorff (ist da etwa nomen est omen aus Sicht der städtischen Gesprächspartner?), das macht man nicht! Das ist etwa so, als wenn sie die Katze durch den verhassten Kläffer zum gemeinsamen Badetag einladen. Denn in gleichem Maß wie Katzen Hunde oder ein erfrischendes Bad in kühlem klaren Wasser lieben, so lieben es manche Politiker der Liberalen, sich offen für die Interessen von Arbeitnehmern gegenüber Arbeitgebern einzusetzen, die wiederum ihre Interessen doch eher von dieser Partei vertreten gesehen haben wollen.

Vor diesem Hintergrund verlangt dann Herr Schneider-Bromberg von Bürgermeister Bußmer "Flagge zu zeigen”, welche soll das nur sein? Globus, Edeka, Rewe?

Kleine Insider-Info gefällig? Globus ist ein noch selbständiges Familienunternehmen mit aktuell 5,4 Milliarden Euro Umsatz und einer Umsatzsteigerung von 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Zitat: "Die Zufriedenheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hat seit jeher einen großen Stellenwert. Denn sie sind die Voraussetzung und die Garantie für eine hohe Kundenzufrie denheit. Unsere Mitarbeiter sind überdurchschnittlich mo tiviert."

Jedoch mischt seit 2002 Deutschlands größter Lebensmittelhändler, Edeka, kräftig in dem Laden mit. Schlag´s nach im Internet: In dem Schaubild hat man noch ganz dezent die prozentuale Höhe der Beteiligung weggelassen. Eins und eins zusammenzählen kann jetzt, wer sich nur ein bisschen in der Örtlichkeit des Wittlicher Konversationsgebietes auskennt (Pro-Markt gehört übrigens Rewe, die Nummer zwei).

Ich wette, eher wird ein "Pferde-Metzger" zum Vegetarier, als dass sich ein zu Höherem strebender FDP-Bürgermeister für die niederen Anliegen von ein paar Baumarkt-Angestellten einsetzt.

Karl-Gustav Kwasny

Ürzig

Stadtentwicklung