Hundeparadies im Hunsrück: Caniplace - Fitness und Erholung für Hunde in Thalfang

Kostenpflichtiger Inhalt: Hundeparadies im Hunsrück : Fitness und Erholung für Hund und Herrchen in Thalfang

In Thalfang geht am kommenden Samstag mit dem 15.000 Quadratmeter großen Caniplace der erste Freizeit- und Gesundheitspark Deutschlands für Hundebesitzer und ihre Vierbeiner in Betrieb.

Ein Jahr lang hat Dagmar Pilzecker in Thalfang Zäune aufgestellt, Rasen angesät, Parkplätze angelegt und ein Sanitärgebäude errichtet. Jetzt kann es endlich losgehen: Am Samstag, den 28. September, eröffnet die 56 Jahre alte Wirtschaftsingenieurin ihren Freizeit- und Gesundheitspark Caniplace. Auf einer Fläche von 15000 Quadratmetern eröffnet sie Hundebesitzern und ihren Vierbeiner ganz neue Möglichkeiten zur gemeinsamen Beschäftigung sowie Fitness und Wellness für den Hund. „Es gibt keine vergleichbare Anlage in ganz Deutschland“, sagt Pilzecker.

Neben einem Löseplatz, auf dem sich die Hunde vor Besuch des Caniplace erleichtern sollen, befinden sich sieben weitere jeweils umzäunte Anlagen. Da ist ein Platz für Agility, eine Art Hindernisparcours für Hunde. Auf weiteren jeweils rund 1000 Quadratmeter großen Flächen befinden sich Plätze für Hoopers Agility, einer Variante aus den USA, ein Welpenplatz, ein Longingplatz und ein Platz für Treibball. Hinzu kommt ein 4000 Quadratmeter großes naturbelassenes Grundstück als Naturerlebnis-Tobewald für die Hunde. „Das Highlight der Anlage“, sagt Pilzecker.

Dort gibt es Steilhügel, Holzstapel, Holzbalken zum Balancieren und vieles mehr. „Das ist wie ein Waldspielplatz für Kinder“, sagt sie. „Optimal ist das für Rückruftraining. Der Hund weiß gar nicht, dass er auf einem Hundeplatz ist.“ Eine zweite Anlage, die dem Besucher direkt ins Auge fällt, ist das Schwimmbad für Hunde. In drei elf Meter langen und etwa einem Meter breiten Becken können Hundebesitzer ihre Vierbeiner an der Leine durch das auf eine Temperatur von 25 Grad Celsius beheizte Wasser führen. Die Becken sind zwischen 45 und 65 Zentimeter tief. Da Hunde in Wasser schnell ermüden, hat Pilzecker für jede Größe von Hund, also vom Dackel bis zur Dogge, Schwimmwesten angeschafft: „Das Anlegen der Westen ist Pflicht“, sagt sie.

Jede der sieben Freiplätze verfügt über Wasser, Strom und einem überdachten Unterstand zum Schutz vor Sonne oder Regen und über Sitzgelegenheiten für Hundebesitzer. Das Gelände ist mit Flutlicht beleuchtet, so dass die Anlagen auch im Winter abends genutzt werden können.

Zu den sieben Anlagen kommen zahlreiche Sonderräume im Haupthaus und einem separaten Gebäude, mit einer Waschanlage für Hunde, bei der sich Herrchen und Frauchen nicht bücken müssen und ein höhenverstellbarer Tisch zum Schneiden der Hundehaare. Pilzecker, die selbst drei Hunde besitzt, bietet darüber hinaus noch Massageräume für Hunde, physiotherapeutisches Equipment zur Behandlung der Vierbeiner sowie Büros, die sie tage- oder wochenweise an Fachleute wie Tierheilpraktiker, Physiotherapeuten für Tiere und Hundetrainer vermieten kann. „Ein Grillplatz ist noch geplant“, sagt sie. 330.000 Euro hat Pilzecker bisher investiert. Das Vorhaben ist aus Leadermitteln mit 74.100 Euro gefördert worden.

„Die Anlage steht Leuten aus der Region zur Verfügung. Hundetrainer, Privatleute und Vereine können das nutzen“, sagt sie. Doch hat Pilzecker weitere Zielgruppen im Blick. Beispielsweise Tagestouristen aus Köln oder Wiesbaden und Übernachtungstouristen, die während eines mehrtägigen Urlaubs nicht nur durch den Hunsrücker Wald und die Weinberge an der Mosel laufen, sondern dies noch mit ihren Hunden im Erlebnispark Camp Canis krönen wollen. „Urlaub mit Hund ist ein Wachstumsthema und könnte in Verbindung mit dem Nationalpark und dem Naturpark ein Motor für den Hunsrück sein“, sagt sie.

Dagmar Pilzecker auf einem der Trainingsplätze für Hunde. Foto: Christoph Strouvelle

Diverse Hundeschulen aus ganz Deutschland haben bei ihr schon angefragt. Pilzecker sieht in ihrem Caniplace ein großes touristisches Potenzial, das durch bessere Kommunikation und weitere Angebote ausgeweitet werden könne. So werde beispielsweise nicht kommuniziert, dass Hunde bei Rangerführungen im Nationalpark mitlaufen können. Tourismusinfos könnten Wanderrouten für Hund und Herrschen ausarbeiten, sagt sie. Die Wirtschaftsingenieurin ist bei ihrer Tätigkeit als Unternehmensberaterin auf die Idee von Caniplace gekommen. Unter anderem hatte sie sich dabei mit Aspekten wie Hunde am Arbeitsplatz oder Integration von Hunden in der Gastronomie befasst.

Detaillierte Infos zum Gesamtangebot sowie Öffnungszeiten und Preise sind im Internet zu finden unter der Adresse www.caniplace.eu

Mehr von Volksfreund