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Hunderte von Einkaufshelden wollen im Kreis Bernkastel-Wittlich Senioren helfen

Mutmacher : Hunderte von Einkaufshelden wollen Senioren helfen

Derzeit jagt eine schlechte Nachricht die andere. Ein kleines Virus ist schuld daran. Doch es gibt in diesen Zeiten auch gute Nachrichten. „Einkaufshelden“ heißt eine Gruppe im Kreis Bernkastel-Wittlich, die sich über Facebook und Instagram zusammengefunden hat.

Und diese Gruppe hat auch mit der Existenz des Virus Covid-19 zu tun. Denn die „Einkaufshelden“ möchten Senioren den Gang zum Supermarkt oder der Apotheke abnehmen, um diese zu schützen. Das gelte übrigens auch für Menschen mit Vorerkrankungen. Leonard Preisler, Vorsitzender der Jungen Union im Kreis Bernkastel-Wittlich, hat die Gruppe gemeinsam mit Mitstreitern vor wenigen Tagen ins Leben gerufen. Und quasi über Nacht – innerhalb von 24 Stunden – hatten sich rund 200 Freiwillige zusammengefunden, die Bringdienste übernehmen wollen. „Wir hatten so schnell eine große Zahl von Helfern“, kann der 23-jährige Student aus Wittlich noch nicht fassen, wie groß die Welle der Hilfsbereitschaft ist. Inzwischen gibt es sogar 300 Helfer. Was ihn erstaunt: Die Freiwilligen sind über den gesamten Kreis verteilt. Unterstützung könnte man noch aus dem Raum Manderscheid und Traben-Trarbach gebrauchen. Aber auch aus anderen Bereichen seien Unterstützer noch herzlich willkommen.

Die Idee stammt übrigens nicht von Preisler selbst. Der Vorschlag sei vom Bundesverband der Jungen Union gekommen. Gruppen von „Einkaufshelden“ entstehen also derzeit im gesamten Bundesgebiet.

Das Ganze funktioniert folgendermaßen: Im Internet gibt es ein Online-Formular, in das Name, Wohnort und Kontaktdaten eingetragen werden. Die Daten werden ausschließlich zur Koordination genutzt. Preisler: „Sie  werden nicht weitergegeben.“ So signalisiert man seine Bereitschaft zu helfen. Da allerdings die Zielgruppe, also die ältere Generation nicht so internetaffin sei, können diese sich telefonisch melden. Das Telefon stehe derzeit kaum still. Allerdings sind es derzeit meist generelle Anfragen. Bei vielen Menschen würde die Vorratshaltung noch greifen.

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Preisler und seine Mitstreiter weisen darauf hin, dass das Angebot kostenlos sei. Bezahlt werden müsse nur der Einkauf selbst. „Bitte haben Sie keine falsche Scheu und melden sich bei uns, wenn Sie Hilfe brauchen“, appelliert er.

Wer Hilfe benötigt, wird gebeten, sich unter Telefon 0151/40008823 zu melden. Wer sich noch als freiwilliger Helfer melden möchte, kann dies unter hier tun.