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Hungermarsch Laufeld abgesagt, trotzdem 6000 Euro gesammelt

Wohltätigkeit : 6000 Euro auch ohne Hungermarsch

30 Jahre Hungermarsch sollten in Laufeld Ende März gefeiert werden. Die Initiative war von Bischof Ackermann für ihr jahrzehntelanges Engagement kurz zuvor dafür ausgezeichnet worden, dass  mehr als 8000 Teilnehmer in 30 Jahren mehr als 250 000 Euro erwandert hatten.

Die Vorbereitungen für die Jubiläumsveranstaltung waren abgeschlossen. Dann kam die coronabedingte Absage. Der wochenlange Aufwand des Orga-Teams um Resi Steilen, Lisa Rauen, Sabine Greven und Helmut Hartmann hat sich dennoch gelohnt: 6380 Euro gingen auf dem Konto der Pfarreiengemeinschaft ein. „Dieses Ergebnis zeigt, welche Stellung der Hungermarsch bei den Menschen im Dekanat einnimmt. Viele sind bereit zu helfen, wenn die Hilfe auch ankommt“; sagt Resi Steilen. Nach der Enttäuschung wegen der Absage wird jetzt die Freude der Schwestern in Monteagudo, Bolivien, groß sein. Sie werden weiter an der Fertigstellung ihres Internates arbeiten können. Hier erhalten mehr als 100 Mädchen und junge Frauen eine Schul- und Berufsausbildung. Aufgrund der weiten Entfernungen und der finanziellen Situation vieler Eltern wäre ihre fundierte Ausbildung ohne diese Unterbringung nicht möglich.