Hunsrücker Expressionist neu entdeckt

Simmern. (WD) Mit Bildern des Künstlers Jupp Hosp präsentiert das Hunsrück-Museum in Simmern ab Sonntag, 14. September, wieder eine neue Ausstellung. 1908 in Simmern geboren, begann Hosp schon in seiner Jugend mit der Malerei.



Nach dem Besuch des Realgymnasiums nahm er 1926 im Alter von 18 Jahren ein Studium in München auf. Es folgten Stationen an der Werkkunstschule Köln und der Kunstakademie in Düsseldorf.

Längere Studienaufenthalte führten ihn nach Paris, Bern, Mailand und Venedig. Nach einer Tätigkeit in Berlin folgten Reisen nach Ungarn und weitere Semester in Düsseldorf. In den Konflikt mit dem Naziterror geriet Hosp im April 1933.

1934 ging Hosp erneut auf Reisen nach Italien, dem Balkan und Ungarn. Von 1935 bis 1940 arbeitete er als Maler und Grafiker in München sowie im Hunsrück und an der Mosel.

Im März 1952 übernahm Hosp das elterliche Gasthaus, den "Pfälzer Hof" am Simmerner Schlossplatz. 1964 zog er an den Bodensee und von dort weiter nach Hatzenport, wo er 1984 starb. Noch heute ranken sich viele Anekdoten in Simmern um "Hospe Jupp".

Dem renommierten Freiburger Galeristen Professor Wilfried Post ist es zu verdanken, dass sein Werk wiederentdeckt wurde. Die Ausstellung zeigt einen Teil des Lebenswerks aus dem Bestand der Galerie Post, dem Familienbesitz und privaten Leihgebern.