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Hunsrücker sorgen sich um Zukunft der Klinik

Hunsrücker sorgen sich um Zukunft der Klinik

Wie geht es mit dem St.-Josef- Krankenhaus in Hermeskeil weiter? Das ist auch zwei Tage nach der Verabschiedung einer Resolution unklar, in der sich Politiker aus Morbach und Thalfang für den Erhalt des Krankenhauses ausgesprochen haben. Bei der Marienhaus GmbH äußert man sich derzeit nicht zum Sachverhalt.

Thalfang/Morbach. Die jüngste Diskussion um die Zukunft des Hermeskeiler St.-Josef-Krankenhauses beunruhigt die Bevölkerung - trotz eines Dementis von verantwortlicher Stelle. Gesundheitsministerin Malu Dreyer erklärte noch vor wenigen Tagen, dass sie einer neuen Organisationsstruktur von sechs Kliniken im Hochwald, darunter die St.-Josef-Klinik in Hermeskeil, nur zustimmt, "wenn Hermeskeil als Standort des Krankenhauses und damit die Grundversorgung der Region Hermeskeil erhalten bleibt." Auch im neuen Krankenhausplan, der jetzt erstellt wird, habe die Hermeskeiler Klinik einen festen Platz.

Kommunalpolitiker sind skeptisch



Die Kommunalpolitiker in Morbach und Thalfang sind dennoch skeptisch. Sie sehen das Krankenhaus zumindest mittelfristig als gefährdet an. Aus ihrer Sicht ist weiterhin fraglich, welche Rolle das 181-Betten-Haus im sogenannten Hochwald-Verbund spielen soll. Unter dieses gemeinsame Dach wollen die Trägergesellschaften Marienhaus GmbH und Cusanus Trägergesellschaft Trier (CTT) die Kliniken in Hermeskeil, Wadern, Lebach, Illingen und Weiskirchen/Losheim bringen.

Für die Bevölkerung in Morbach und Thalfang ist das Krankenhaus wichtig. Rund 1500 Patienten aus Morbach und Thalfang wurden dort im vergangenen Jahr behandelt. In einer Resolution forderten deshalb Morbacher und Thalfanger Kommunalpolitiker, dass die Klinik als Krankenhaus der Grundversorgung mit seinem derzeitigen Leistungsangebot erhalten bleiben soll. Die akut-medizinische Versorgung dürfe nicht abgebaut werden.

Nach Auffassung von Bürgermeister Gregor Eibes ist die Hermeskeiler Klinik für Morbacher eine "ganz wichtige Anlaufstelle". Er erklärt das auch mit dem öffentlichen Nahverkehr. "Früher war die Verbindung mit dem Bahnbus Richtung Hermeskeil besser als Richtung Mosel." Achim Zender von der Freien Wählergruppe Morbach betont: "Gerade für Ältere ist es wichtig, dass ein Krankenhaus gut erreichbar ist - so wie das Hermeskeiler." Die Thalfanger SPD-Sprecherin Bettina Brück weist darauf hin, dass die Einrichtung nach Angaben der Gesundheitsministerin nicht gefährdet sei. "Wir freuen uns zu hören, dass Mainz voll hinter dem Krankenhaus steht", entgegnet Winfried Welter (CDU). Beim Krankenhausträger, der Marienhaus GmbH, äußert man sich derzeit nicht.

Optionen: Im Gespräch bei den Krankenhausträgern sind mehrere Möglichkeiten: Bei einer sogenannten "Ein-Standort-Lösung" entsteht möglicherweise eine zentrale Klinik, die die Schließung bestehender Häuser zur Folge hätte. Wenn es dazu nicht kommt, stehen die Schließung von Abteilungen oder die Umwandlung in eine Portalklinik im Raum. Letzteres würde heißen, dass in Hermeskeil nur noch die Erstversorgung der Patienten erfolgt, die dann zu einem anderen Haus im Verbund transportiert werden. Extra