Hunsrückhausi m Nationalpark ist für die Sommerferien gerüstet

Natur : Waldbaden, wandern, Natur erleben

Das Hunsrückhaus ist gemeinsam mit dem Nationalpark und der Tourist-Information bestens für den Ansturm in den großen Ferien gerüstet.

Eine sanfte Frauenstimme erklärt die Geheimnisse des Waldes. Sphärenklänge fließen zwischen den stilisierten Baumstämmen. Ein halbes Jahr nach der Eröffnung der Nationalpark-Ausstellung im Hunsrückhaus am Erbeskopf kommt die neue Präsentation, die den Wald als sehr geheimnisvollen Ort erleben lässt, gut bei den Besuchern an: Willkommen im Urwald von morgen.

Jetzt, zum Start der großen Ferien, erwartet der Sprecher des Nationalparkamtes, Guido Lotz, einen weiteren Schub: „Bislang kamen schon bis zu 30 Menschen mit auf jede der Touren, die von unseren Rangern geführt werden.“

Außer montags, wenn die Ausstellung geschlossen ist, kann jedermann ohne Anmeldung in die Ausstellung kommen, sich von einem Ranger alles erklären lassen und eine Stunde später mit ihm auf einen Naturspaziergang gehen, wo alles vor Ort erlebt werden kann. Es werden auch dreistündige Führungen angeboten. Rund 250 Menschen nutzen das pro Wochenende bislang – in den Sommerferien werden es wohl mehr werden.

Das ist aber noch längst nicht alles. Rezeptionsleiterin des Hunsrückhauses, Birthe Feil, kann ein umfangreiches Sommerprogramm anbieten – für große und kleine Besucher, Leute, die lieber gemütlich über eine Traumschleife wandern oder andere, die eher das Abenteuer lieben.

16 Veranstaltungen umfasst das neue Sommerprogramm. Neu, und darauf ist Birthe Feil besonders stolz, ist „Waldbaden“ (4. August ab 13 Uhr). Dieser Trend kommt aus Japan, wo es schon zu einer Volksbewegung geworden ist. Ob man daran glaubt oder nicht, mittlerweile ist wissenschaftlich erwiesen, dass der Wald sich positiv auf den Menschen auswirkt.

Besonders viel wird für Kinder angeboten. Die Naturschützer von morgen können bei mehreren Terminen ein Zukunftsdiplom ablegen, bei dem die Elemente Feuer, Erde, Wasser und Luft erforscht werden (23. Juli und 30. Juli). Ein Klassiker ist mittlerweile der Dengel- und Sensenkurs am 3. August ab 9 Uhr.

Wandern kann aber auch mörderisch sein, so wie am 1. September ab 11 Uhr. Die Teilnehmer kommen dabei einem Verbrechen, das 700 Jahre zurückliegt, auf die Spur. Am 14. September kann man den richtigen Umgang mit den Stöcken beim Nordic Walking Kurs ab 10 Uhr erlernen.

Tourismus-Fachmann Daniel Thiel freut sich über den Erfolg: „Mit dem Nationalpark kamen im letzten Jahr noch mehr Gäste.“ Allein die Traumschleife Gipfelrauschen wurde von 8000 Wanderern genutzt.

Und bald schon kann man drei Tage am Stück durch den Nationalpark wandern und an drei vorbereiteten Trekkingplätzen sogar mitten in freier Natur übernachten.

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