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Hunsrückverein klagt über Geldsorgen

Hunsrückverein klagt über Geldsorgen

Das Wildfreigehege und das Wildkatzenzentrum Wildenburg arbeiten nicht kostendeckend. Das vom Hunsrückverein betriebene Gehege ist daher weiter auf Spenden angewiesen. Weiterhin bekräftigte der Verein seine kritische Haltung gegenüber Windenergieanlagen.

Kempfeld/Wolzburg. Nur zwischen 70 und 80 Prozent der Betriebskosten können Wildgehege und Wildkatzenzentrum Wildenburg durch Eintrittsgelder decken. Dies teilte der ehrenamtliche Gehegeleiter Gisbert Geisler (Wolzburg) auf der Jahreshauptversammlung des Dachverbands des Hunsrückvereins mit.
Das vom Verein betriebene Gehege ist deshalb durchgängig auf Spenden, Tierpatenschaften und Sponsoren angewiesen. Besonders niedrig fielen die Einkünfte 2013 aus, da die Besucherzahlen aufgrund des schlechten Wetters zurückgingen. Zusätzlich erschwert der fehlende Anschluss an den öffentlichen Personennahverkehr den Besuch von Schüler- und Kindergartengruppen.
Vergrößerung geplant


Trotzdem soll das Luchsgehege erweitert und ein neues Wolfgehege errichtet werden (der TV berichtete). Die Gespräche mit möglichen Sponsoren laufen noch. Der Naturpark Saar-Hunsrück ermöglicht durch die Übernahme von 80 Prozent der anfallenden Kosten, dass neue Prospekte, Plakate und Ausstellungsmaterialien für Messen und Ausstellungen angeschafft werden können.
Zudem, so Geschäftsführer Klaus Görg, laufen zurzeit Verhandlungen mit dem Land, damit das Gehege zunächst Infostelle und später Nationalparktor des geplanten Nationalparks im Hunsrück wird. Der Hunsrückverein möchte sich in den Gremien des Nationalparks einbringen und bewirbt sich aus Anlass seines 125-jährigen Bestehens um die Ausrichtung der Eröffnungsfeier des Nationalparks an der Wildenburg. Der Verein spricht sich für den Namen "Nationalpark Hunsrück" aus.
Der Vereinsvorstand sowie Vertreter der Ortsgruppen und Mitgliedskommunen beschlossen einstimmig den Rechnungsabschluss 2013, den Bericht der Rechnungsprüfer und den Haushalt 2015.
Der Vorsitzende Thomas Auler bestätigte nochmals die Position des Vereins in Bezug auf die Nutzung von Windenergieanlagen: Hier müsse mehr Rücksicht auf das Landschaftsbild genommen werden. Windenergieanlagen im Soonwald oder anderen exponierten Standorten, insbesondere im Wald, werden nach wie vor abgelehnt. Die Versammlungsteilnehmer kritisierten auch den geplanten Standort im Staatsforst in der Nähe der Mörschieder Burr. red