"Hut ab!"

BERNKASTEL-KUES/BOZEN. (mbl) Knapp 800 Kilometer legten die Cusanuspilger auf ihrem langen "Kreuzweg" nach Rom zurück. Dort wollen sie in der Karwoche 2007 mit ihrem Kreuz und den 14 Kreuzwegstationen auf dem Petersplatz ankommen (der TV berichtete).

"Ich zieh den Hut ab vor euch allen für die erbrachte enorme Leistung", dankte Initiator Erich Schwind der Pilgergruppe für das großartige freiwillige Engagement. Dank gebühre allen, die sich um die Logistik, die Benachrichtigung der Pfarreien, den Einkauf und die köstliche Bewirtung sowie die Planung insgesamt gekümmert haben. Dank gehe an die Stadt Bernkastel-Kues und den Landkreis Bernkastel-Wittlich, Pfarreien, Gemeinden, Behörden, Institutionen und alle, die am "Wegesrand" auf vielfältige Weise ihre Hilfsbereitschaft zeigten. Besonderen Dank sprachen die Pilger mit einer Urkunde im Beisein von Landrätin Beate Läsch-Weber dem Bengeler Busunternehmen Reinhard Raskob aus, der kostengünstig einen Begleitbus zur Verfügung stellt. Das Bilderbuchwetter auf fast der der ganzen Wegetappe und der herzliche Empfang allerorten bleibt der Pilgergruppe in bester Erinnerung. Die Strecke führte die Cusanuspilger von Benediktbeuern über Walchensee, Mittenwald und Reith bis nach Innsbruck. Es war eine Wanderung vor großartiger Bergkulisse. In Mittenwald warteten selbst Pfarrer, die Vorsitzenden von Pfarrgemeinderat und Kolpingfamilie sowie eine Urlauberin darauf, die Gruppe bis zur Landesgrenze zu begleiten und damit ihren Respekt vor diesem großen Projekt kund zu tun. Ab Innsbruck schulterten die Pilger ihren Kreuzweg auf der alten Brennerstraße mit grandiosem Ausblick auf die Alpenbergwelt - auch wenn der folgende Pilgerweg oftmals ein steiniger war. Die Unterstützung, die den Pilgern bei den Unterkünften zuteil wird, sorgt auch dafür, dass die Kosten niedrig bleiben. Überall wurden die Kreuzwegpilger herzlich empfangen: In Bozen ging der Pilgerzug mit den Kreuzwegstationen auf dem Rücken zwei Stunden durch die Stadt, begleitet vom Interesse vieler Menschen. Und sogar in der Dolomiten-Zeitung erschien ein Artikel über die Kreuzweg-Pilger von der Mosel. Höhepunkt zum Abschluss der vierten Etappe aber ist der besondere Standort der Kreuzwegstationen, die für jedermann sichtbar beidseits des Altares ihren Platz fanden bis zum Abmarsch zur fünften Haupt-Etappe, die am 6. November in Leifers startet. "Schauen wir mit viel Zuversicht der kommenden Etappe entgegen", hofft Schwind auf einen weiteren guten und harmonischen Weg.