Ihre Meinung

Zur Debatte um die Kies-Transportrouten aus dem Hunsrück durch das Moseltal meint dieser Leser:

Auch wenn auf den ersten Blick die Klage von Winzer Heinz Schneider und der geplante Kiesabbau in der Gemeinde Neumagen-Dhron scheinbar nichts miteinander zu tun haben, so gibt es doch Parallelen in beiden Fällen. Wie bei allen KiesabbauVorhaben spielen scheinbar der Umweltschutz, die Zerstörung der Natur und die vielfältige Belastung der Bürger (Emissionen, Schwerverkehr in den Gemeinden) keine Rolle. Es gibt hier einige wenige die den materiellen Vorteil haben, hier die Kiesunternehmen mit der Gelddruckmaschine Kiesabbau und die Allgemeinheit welche die Folgen trägt. Die Kiesunternehmen gehen mit dem Scheckbuch zu den klammen Kommunen und verteilen Wohltaten um eine kritische Auseinandersetzung mit dem Thema zu verhindern und die Gemeinden wohlgesonnen zu stimmen. Wie es aussieht,haben die verantwortlichen Behörden und ihre Handelnden das Wohl der Menschen vergessen, dem sie in erster Linie verpflichtet sind. Ich sehe hier willfährige Helfer, die, aus welchen Gründen auch immer,den Antragstellern bisher einen Freifahrtschein geben.Eine umfassende Bewertung im Hinblick auf die betroffenen Menschen hat es in der Vergangenheit nicht gegeben. Es ist durchaus möglich die Kiesunternehmen durch Auflagen in die Pflicht zu nehmen und diese dadurch auch an ihre Verantwortung für die Allgemeinheit zu erinnern,der sie so viel zumuten. Viel zu oft kommen die Behörden ihrer Kontrollaufsichtspflicht nicht nach und stützen sogar den Vorteilsnehmer, obwohl wie eindeutig festgestellt, kontaminierte Erde zur Verfüllung verwendet wurde. Die Verantwortung wird durch Verjährungsfristen ausgehebelt und die Kreisverwaltung zuckt mit den Schultern. Es wird eine Ignoranz und Arroganz an den Tag gelegt, wenn Betroffene ihr Recht einfordern. Partikularinteressen werden höher bewertet als die Ansprüche von Betroffenen, wie auch schriftlich festgehalten in dem Antragsverfahren Kiesabbau Neumagener Berg, nach einem Antrag auf Akteneinsicht. Mein Appell an die Behörden, hört auf mit der eindimensionalen Sicht in den Genehmigungsverfahren. Peter Feilen, Neumagen-Dhron