IHRE MEINUNG

Zum Artikel "Vom Burger bis zum Frozen Joghurt" (TV vom 12. Juli) schrieb uns ein Leser Folgendes:

Im oben genanntem Artikel lese ich "Kurpark empfiehlt sich als Festivalgelände. Beides passt doch wohl nicht zusammen! Der Kurpark ist (bis heute noch) Bestandteil der Kur- und Reha-Einrichtungen auf dem Kueser Plateau. Die Pflege des wunderschönen und ruhigen Kurparks wird durch Beiträge möglich, die die Kurgäste tragen. Sie haben also das primäre Anrecht auf einen ungestörten, ihrer Genesung dienenden Kurpark auf dem Plateau, einem "heilklimatischen Kurort". Diese Anlage dient also den Patienten, meist Menschen im sogenannten zweiten Lebensabschnitt. Sie machen hier nach einer Operation zum Beispiel die ersten kleinen Gehversuche, oft mit Hilfe ihres Rollators, ihrer sonstigen Gehhilfen oder ihres Rollstuhls. Tun sie dies auch am spätem Abend oder gar nachts? So könnte man fragen. Natürlich ist das grundsätzlich nicht der Fall. Wird der Kurpark als Festivalgelände zeitweise umfunktioniert, ist es jedoch für die Kurgäste mit der Ruhe vorbei. Das Dröhnen aus den Lautsprechern, das manche als Musik bezeichnen und das direkt die oberen Stockwerke der Kliniken erreicht, beschallt auch viele benachbarten Häuser: Festival um Mitternacht hat viele um den Schlaf gebracht. Wollen also die Festivalveranstalter in die Einrichtung Kurpark selbstbestimmend eindringen? Haben sie denn die Verletzungen anderer, berechtigter Interessengruppen - ganz zu schweigen von zum Beispiel entstehenden Umwelt- und Sanitärproblemen - bedacht? Und dann: Wie werden die Kurgäste ihre Kur bewerten? Unzufriedenheiten der Gäste bleiben der Median-Klinikgesellschaft nicht lange verborgen. Die Kliniken auf dem Kueser Plateau und ihr Ruf sind ein Pfund, mit dem die Stadt Bernkastel wuchern könnte! Hermann J. Schuh, Bernkastel-Kues